Ein trockener Riesling aus dem Elsass, der mit feiner Mineralität und klarer Säurestruktur überzeugt. Vinifiziert von Paul McKirdy und Jolene Hunter in Zellenberg, vereint er traditionelles Handwerk mit mutiger Experimentierfreude.
31,50 €42,00 € / l
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Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen, klar und leuchtend im Glas.
Aroma
Zitrusfrüchte wie Limette und Grapefruit, dazu weiße Blüten, grüner Apfel und ein Hauch von feuchtem Kalkstein.
Geschmack
Straff und geradlinig mit lebendiger Säure, feiner Mineralität und einem langen, salzigen Abgang. Noten von Zitrusfrüchten und grünem Apfel dominieren den Gaumen.
Charakter
Präzise, kühl und elegant – ein Riesling mit klarer Struktur und erfrischender Spannung, der das Terroir des jurassischen Kalkstein-Mergels widerspiegelt.
Dazu
Ideal zu frischen Meeresfrüchten, hellem Fisch in Zitronenbutter oder asiatischen Gerichten mit Ingwer und Zitronengras.
Besonderheiten
Die Trauben werden in einer hydraulischen Holzpresse über acht Stunden sanft gepresst – eine Technik aus der Champagne. Der Most vergärt spontan in alten Burgunderfässern, was dem Wein seine besondere Tiefe und Komplexität schenkt.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Riesling von eher rarem Schliff: klar, kühl, mit jener gespannten Säureader, die Hunter McKirdy zum Grundprinzip erhoben haben. Im Duft weiße Blüten, Zitrus und feiner Stein; im Mund bleibt alles schlank, trocken und aufgeräumt. Die zwölf Prozent wirken nicht wie Verzicht, sondern wie ein bewusster ästhetischer Entschluss — ein Wein, der seine Energie aus Geradlinigkeit statt Fülle holt.
Terroir & Herkunft
Die Parzellen liegen in Zellenberg zwischen Riquewihr und Ribeauvillé, auf jurassischem Kalkstein-Mergel, den die Winzer dem Revermont im Jura ähnlich sehen. Von Marc Tempé übernommen, rund 3,5 Hektar, in reiner Handarbeit bestockt. Die Reben sind im Schnitt etwa 45 Jahre alt — gutes, stilles Material für einen Wein, der als Vin de France als Vin de France bewusst außerhalb der Elsässer AOC steht.
Rebsorte & Vinifikation
Riesling, hier allerdings nicht im flötenhaften Elsässer Kostüm, sondern in der Burgunderflasche und mit jener sanften, stundenlangen Pressung, die Paul McKirdy aus der Champagne mitbrachte. Spontan vergoren im alten Burgunderholz, ohne önologisches Beiwerk; gelesen nach dem pH-Wert, nicht nach dem Zuckerpotenzial. Das Ergebnis: trockener, strukturell gespannter Riesling mit ungewöhnlicher Geradlinigkeit.
Speiseempfehlungen
Am besten zu Forelle, Seezunge oder anderem feinem Fisch; ebenso gut zu Spargel, leicht bitterem Gemüse und schlichten Krustentieren. Wer einen Kontrapunkt sucht, der greift zu Comté oder einem wenig gewürzten Huhn. Ein Wein für den frühen Abend, wenn die Küche noch leicht, die Stimmung aber genau sein soll.