Ein selten erlebter Rotwein aus Méntrida: Von einer rund 100 Jahre alten Parzelle auf 1.100 Metern Höhe mit Granit und Sandauflage stammend, verbindet er kühle Frucht, Erdigkeit und bemerkenswerte Frische zu einem charaktervollen spanischen Naturwein.
Dunkel und duftig mit fermentiertem Kardamom, Gesteinsstaub, kühler Zwetschgenfrucht, Steinen, Leder und Tinte.
Geschmack
Saftig und erdig, kernig mit leicht herber Note, dabei sanft und trinkanimierend; fest und griffig mit klarer, frischer Säure und sehr guter Länge.
Charakter
Ungewöhnlich charaktervoll für diese Rebsorten-Kombination – ein Wein, der die Höhenlage und den Granit der Sierra de Gredos transparent widerspiegelt: kühl, mineralisch und präzise statt schwer und opulent.
Dazu
Passt wunderbar zu Lammgerichten mit Kräutern, Pilzpfannen oder kräftig gewürztem Gemüse wie Auberginen und Paprika vom Grill.
Besonderheiten
Seltene Cuvée aus Moravia (2016 nur noch 222 Hektar ausgewiesen), Bobal und der weißen Sorte Albillo Real von einer 100 Jahre alten Parzelle in 1.100 Metern; spontan vergoren in französischen Fudern, ausgebaut in gebrauchten Barriques, nicht geschönt, nicht filtriert und nur minimal geschwefelt.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Leuchtendes, leicht transparentes Purpur — heller, als man es von einem spanischen Rotwein mit 14,5 Volumenprozent erwarten würde.
Nase
Dunkel und duftig zugleich: fermentierter Kardamom, Gesteinsstaub, kühle Frucht von Zwetschgen, dazu Leder und Tinte. Eine Nase, die an die kühlen Höhen der Sierra de Gredos denken lässt.
Gaumen
Saftig und erdig, kernig und leicht herb — und doch sanft. Fest und griffig im Auftritt, getragen von einer klaren, frischen Säure, die dem Wein Zug und Präzision gibt.
Abgang
Sehr gute Länge; die kühle Steinfrucht und die feine Herbheit klingen lange und sauber nach.
Terroir & Herkunft
Méntrida, südwestlich von Madrid, am Fuße der Sierra de Gredos: karge Granitböden mit Sandauflage, extreme Höhenlagen. José Jiménez-Landi bewirtschaftet seine Reben seit der Stilwende von 2007 konsequent auf Eleganz statt Extraktion — weg von neuen Barriques und dunkler Konzentration, hin zu Transparenz und Mineralität.
Rebsorte & Vinifikation
Ein ungewöhnliches Trio von einer rund 100 Jahre alten Parzelle in 1.100 Metern Höhe: Moravia (selten, hellfarbig, duftig), Bobal (spätreifend, trockenheitsresistent, rustikal-dunkel) und die weiße Albillo Real. Spontan vergoren in französischen Fudern, ausgebaut in gebrauchten Barriques — ungeschönt, unfiltriert, nur minimal geschwefelt.
Speiseempfehlungen
Die erdige, saftige Art verlangt nach Charakter auf dem Teller: Lammkarree mit Kräuterkruste, gegrillte Chorizo, Wildschweinragout oder ein einfacher Teller Manchego. Auch zu Linsengerichten mit geräuchertem Paprika eine stimmige Wahl.
Besonderheiten
Dass drei zum Teil seltene, vermeintlich einfache Sorten einen so charaktervollen Wein ergeben, ist die eigentliche Überraschung. Moravia — 2016 spanienweit nur noch auf 222 Hektar ausgewiesen — ist hier keine Fußnote, sondern Mitgestalterin eines Weins, der kühl, steinig und eigenwillig daherkommt. Ein roter Gredos abseits des Garnacha-Mainstreams, mit der Transparenz, für die Jiménez-Landi steht.