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Sotorrondero 2023

Ein ausdrucksstarker Rotwein aus Méntrida, der Garnacha und Syrah aus den granitgeprägten Höhenlagen der Sierra de Gredos vereint – wild, würzig und dennoch erstaunlich transparent.

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Rebsorte
Garnacha, Syrah
Jahrgang
2023
Restsüße
trocken
Servieren
16–18 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9930001233
Abfüller und Zutaten

Abfüller: Bodegas Jimenez - Landi, Avda Solana nº 39, 45930 Mentrida-Toledo / Spain

Im Glas

  1. Farbe

    Rubinrot mit dunklem Kern und aufhellendem Rand, trotz südlicher Herkunft bemerkenswert durchscheinend und fein.

  2. Aroma

    Dunkle Frucht von Schlehe, Holunderbeere, Pflaume und Schattenmorelle, dazu Teer, Unterholz, schwarzer Pfeffer, Lakritz und Wacholder; Rosmarin, dunkle Schokolade und florale Noten von Veilchen und Hibiskus sorgen für Spannung.

  3. Geschmack

    Saftige Waldfrucht trifft auf herzhafte Würze; rustikales, gut eingebundenes Tannin, frische Säure und ein überraschend heller, rotfruchtig-steiniger Nachhall bei spürbarer, aber nie schwerer Wärme.

  4. Charakter

    Wild und maskulin, zugleich kühl und durchlässig – südliche Kraft gepaart mit burgundischer Anmut, ehrlich und stark herkunftsgeprägt.

  5. Dazu

    Lammkarree mit Rosmarin, Wildschweinragout mit Wacholder oder gegrillte Auberginen mit Kräuteröl.

  6. Besonder­heiten

    Aus Höhenlagen bis 850 Meter auf sandigem Granit; spontan vergoren und mit ganzen Stielen in gebrauchten Fässern und Beton ausgebaut – das Ergebnis ist ein Wein von fast burgundischer Transparenz statt schwerer Extraktion.

Verkostungsnotiz


Farbe & Aussehen
Rubinrot mit dunklem Kern und aufhellendem Rand. Trotz südlicher Herkunft erstaunlich transparent und fein – ein visuelles Versprechen der Eleganz, die folgt.
Nase
Wild und tiefgründig. Schlehe, Holunderbeere, Pflaume und Schattenmorelle bilden das dunkle Fundament, darüber liegt eine karge, mediterrane Würze: Teer, Lack, Unterholz und ein Hauch Pferdeschweiß verleihen rustikale, fast animalische Spannung. Schwarzer Pfeffer, Lakritz, Wacholder und Rosmarin mischen sich mit balsamischen Kräutern, dunkler Schokolade und hell geröstetem Kaffee. Florale Akzente von Hibiskus und Veilchen bringen Frische in die dichte Aromatik.
Gaumen
Saftige Walderdbeere trifft auf die dunklen Fruchtanklänge der Nase, bevor herzhafte Würze übernimmt. Mit 14,5 Prozent Alkohol besitzt der Wein Wärme und Volumen, bleibt dabei aber erstaunlich transparent und schlank – keine Marmelade, keine Überkonzentration. Das Tannin ist rustikal, aber eingebunden, die Säure sorgt für Spannung. Südliche Kraft trifft auf burgundische Kühle.
Abgang
Überraschend hell und fein. Die animalischen Würznoten treten zurück, florale und rotfruchtige Nuancen mit leicht steiniger Mineralität übernehmen. Trotz aller Kraft bleibt der Nachhall elegant und präzise.
Terroir & Herkunft
Méntrida, südwestlich von Madrid, auf 550 bis 850 Höhenmetern in der Sierra de Gredos. Sandige Granitböden und extreme Höhenlagen prägen das Terroir. José Jiménez-Landi bewirtschaftet seine Reben ökologisch, in den höchsten Lagen streng biodynamisch – mit Mondkalender, Hornmist und Hornkiesel. Kühle Nächte und karge Böden geben den Weinen ihre charakteristische Transparenz.
Rebsorte & Vinifikation
Grenache und Syrah – eine Kombination, die hier weniger an die Rhône als an die neue spanische Garnacha-Renaissance denken lässt. Seit 2007 vergärt Jiménez-Landi mit Stielen, wilden Hefen und in großen gebrauchten Fässern sowie Betontanks. Pumpen und Überschlagen sind tabu. Minimale Intervention, maximaler Terroir-Ausdruck.
Speiseempfehlungen
Die wilde Würze verlangt nach kräftiger, rustikaler Küche: Lammkarree mit Rosmarin, Wildschweinragout mit Wacholder, gegrillte Auberginen mit schwarzen Oliven oder Manchego mit Quittenpaste. Auch Rinderfilet mit Pfefferrahm oder Paella mit Kaninchen und Artischocken passen ausgezeichnet.
Besonderheiten
Der Sotorrondero 2023 zeigt die Stilwende von 2007 in Reinkultur: weg von Extraktion und Barrique, hin zu Transparenz und Herkunft. Ein Wein, der trotz südlicher Wärme burgundische Kühle ausstrahlt – das Ergebnis von Höhenlage, Granit und einem Winzer, der lieber leise spricht als laut.

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