Ein Premier-Cru-Pinot-Noir aus der Côte de Beaune – trocken, präzise und mit der Handschrift eines jungen Winzers, dessen Familie seit zehn Generationen Wein macht.
Leuchtendes Rubinrot mit feinen granatroten Reflexen am Glasrand.
Aroma
Reife rote Kirschen, Himbeeren und dunkle Beeren, dazu florale Noten von Veilchen sowie eine feine würzige Anmutung mit Unterholz und edlem Holz.
Geschmack
Saftige rote Frucht trifft auf seidige Tannine und eine lebendige Säure; konzentriert, feingliedrig und mit langem, mineralisch geprägtem Nachhall.
Charakter
Klassische burgundische Eleganz: kraftvoll, aber niemals schwer – ein Premier Cru, der schon jung Freude macht und zugleich Potenzial für die Flaschenreife mitbringt.
Dazu
Lammrücken mit Kräuterkruste, Entenbrust mit Kirschjus, Pilzrisotto.
Besonderheiten
Aus dem Portfolio einer Domaine mit sieben Premier-Cru-Lagen, die seit 2022 Bio-zertifiziert ist und im Keller auf Ganztraubenvergärung, gebrauchte Fässer sowie Verzicht auf Schönung und Filtration setzt.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein roter Premier Cru aus Chassagne-Montrachet – ungewöhnlich, denn das Dorf ist weltberühmt für seine weißen Chardonnays. Umso spannender, was Pierre-Antonin Darviot hier mit Pinot Noir anstellt: ein Wein von klassischer burgundischer Eleganz, jung schon zugänglich, aber mit der Substanz für die Flaschenreife. Seidige Tannine, florale Anklänge, eine kühle, präzise Frucht – Burgund, wie es sein soll, ohne jedes Zuviel.
Terroir & Herkunft
Das Weingut sitzt in Monthélie, dem stillen Dorf zwischen den Giganten Meursault und Volnay – lange ein Geheimtipp der Côte de Beaune. Die Familie Darviot besitzt seit dem 19. Jahrhundert ihre Parzellen hier; elf Hektar verteilen sich auf Monthélie, Volnay, Meursault und Chassagne-Montrachet, darunter sieben Premier-Cru-Lagen. „Les Bondues“ gehört zu diesem kostbaren Besitz – Kalkböden und die noblen Adressen der südlichen Côte de Beaune prägen den Wein.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir (Spätburgunder), trocken ausgebaut. Pierre-Antonin, Jahrgang 1994, übernahm 2019 mit 25 Jahren die Domaine und stellte sie konsequent um: Seit 2022 ist das Gut bio-zertifiziert, der Weg dorthin führte über biodynamischen Anbau. Im Keller gilt Handwerk statt Eingriff: Er arbeitet mit Ganztraubenvergärung – die Stiele schenken florale Noten und feingliedrige Tannine –, mit gebrauchten Fässern und sparsamem Neuholz. Keine Schönung, keine Filtration, minimaler Schwefel.
Speiseempfehlungen
Die feine Struktur und seidige Textur dieses Pinot Noir passen zu Gerichten, die Finesse statt Schwere zeigen: Entenbrust mit Kirschen, Coq au Vin, Perlhuhn mit Pilzen oder ein einfacher Teller Epoisses, wenn der Wein etwas Flaschenzeit gesehen hat. Auch zu Rindercarpaccio oder Linsen mit Räucherspeck ein stimmiges Bild.