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A l’Aube de la Côte des Bar Brut Nature 2022 375ml

Ein Jahrgangschampagner aus Pinot Noir und Chardonnay vom Kimmeridge-Kalk der Côte des Bar – ohne Dosage, mit gut zwei Jahren Hefelager und kristalliner, mineralischer Präzision.

26,00 € 69,33 € / l
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Vorrätig

Rebsorte
Chardonnay, Pinot Noir
Jahrgang
2022
Restsüße
trocken
Servieren
6–8 °C
Inhalt
0,375 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9920385022
Abfüller und Zutaten

Abfüller: Champagne Louise Brison, 10 Rue du Val des Saults, 10360 Noe les Mallets / France

Im Glas

  1. Farbe

    Goldgelb mit leicht kupferfarbenem Einschlag und lebendiger, feiner Perlage.

  2. Aroma

    Zitronensaft und -zesten, frisches Kernobst, dazu Grafit, zerstoßener Stein, Austernschalen und ein Hauch Jod – unterlegt von feinen Oxidationsnoten und mürben Äpfeln.

  3. Geschmack

    Rund, frisch und intensiv mit reifer Frucht von roten Kelleräpfeln und Steinobst, Kräutern, kalkiger Mineralität, feinem Gerbstoff und salzigem Nachhall bei lebendigem, feinem Mousseux.

  4. Charakter

    Präziser, tiefgründiger Champagner mit klarer Handschrift – reife Frucht trifft auf kühle Mineralität, ganz im Stil des kalkgeprägten Chablis-Terroirs der südlichen Champagne.

  5. Dazu

    Austern und Schalentiere, feiner Fisch wie Seezunge oder Zander, gereifter Hartkäse wie Comté.

  6. Besonder­heiten

    Brut Nature ohne Dosage, Vergärung mit wilden Hefen im gebrauchten Burgunder-Fass und mindestens fünf Jahre Hefelager – deutlich länger als vorgeschrieben. Das Weingut ist seit 2017 bio-zertifiziert und wird in vierter Generation von Önologin Delphine Brulez geführt.

Verkostungsnotiz


Es gibt Champagner, die man trinkt, und Champagner, die man liest wie ein Landschaftsfoto. Dieser gehört zur zweiten Kategorie. Die Côte des Bar liegt näher an Chablis als an Reims – und genau das schmeckt man: Kimmeridge-Kalk, darin die Fossilien der Auster Exogyra virgula, 150 Millionen Jahre alte Erinnerung, die sich im Glas als salzige, jodige Schärfe meldet. Delphine Brulez, die das 1910 gegründete Haus in vierter Generation führt, gibt ihren Weinen mindestens fünf Jahre auf der Hefe – zwei mehr, als das Gesetz verlangt – und verzichtet konsequent auf jede Dosage. Was bleibt, ist Champagner ohne Schminke, von kristalliner Präzision.

Farbe & Aussehen
Goldgelb mit feinem, leicht kupferfarbenem Einschlag; die Perlage steigt lebendig und dicht.
Nase
Eine spannende Doppelbewegung aus Frische und Anflug von Oxidation: Zitronensaft und -zeste, frisches Kernobst, dazu mürbe Äpfel wie eine Reminiszenz an den Herbstkeller. Darunter Grafit, zerstoßener Stein, Austernschalen und eine feine jodige Spur – der Kalk meldet sich unmissverständlich zu Wort, gebremst von einer leichten, reizvollen Reduktion.
Gaumen
Rund, frisch und intensiv zugleich. Rote Kelleräpfel, reifes Steinobst und Kräuter treffen auf kalkige Mineralität, einen hauchfeinen Gerbstoff und deutliche Salzigkeit. Das Mousseux ist lebendig, aber fein; die Säure gibt Halt, ohne zu spitzen. Ein junger Wein mit Rückgrat und klarer Handschrift.
Abgang
Lang und präzise, mit nachhallender Zitrusfrische, Gestein und salzigem Nachhall – ein Finale, das eher nach Ebbe schmeckt als nach Süße.
Terroir & Herkunft
Noé-les-Mallets, Côte des Bar: Reben auf bis zu 320 Metern Höhe, südostexponiert, auf Kimmeridge-Kalk und Mergel mit Tonerde-Auflage – geologische Geschwister des Chablis. Diese südliche Champagner-Lage erzeugt mineralische Präzision und unerwartete Tiefe.
Rebsorte & Vinifikation
Zu je 50 % Pinot Noir und Chardonnay. Der Grundwein gärt in gebrauchten Burgunder-Fässern mit wilden Hefen, die Moste werden in vier feinen Pressdurchgängen getrennt. Die Assemblage wurde im Edelstahl zusammengeführt, der Wein reifte von Sommer 2023 bis Oktober 2025 auf der Hefe und wurde Brut Nature – vollkommen ohne Dosage – degorgiert.
Speiseempfehlungen
Die jodige, kalkige Seite verlangt nach Meer: Austern, Carpaccio vom Seezungenfilet, gegrillte Jakobsmuscheln. Auch zu Comté oder einem jungen Ziegenkäse zeigt sich die nussige Reife von ihrer besten Seite.
Besonderheiten
Ausschließlich Jahrgangschampagner, ausschließlich Brut Nature – und seit 2017 bio-zertifiziert (praktiziert seit 2011). Delphine Brulez schneidet nach der sanften Simonit-Sirch-Methode; der Mykorrhiza-Anteil im Boden stieg unter ihrer Führung von 18 auf 70 Prozent. Die 375-ml-Halbe macht daraus die vielleicht ehrlichste Art, Kimmeridge-Kalk solo zu erkunden.

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