A l’Aube de la Côte des Bar Brut Nature 2009 3000ml Doppel-Magnum
Ein Jahrgangschampagner aus Pinot Noir und Chardonnay, der nach mindestens fünf Jahren Hefelager mineralische Präzision und cremige Tiefe zeigt — hier im großzügigen 3000ml Doppel-Magnum-Format.
Abfüller: Champagne Louise Brison, 10 Rue du Val des Saults, 10360 Noe les Mallets / France
Im Glas
Farbe
Leuchtendes Goldgelb mit feiner, anhaltender Perlage.
Aroma
Reife Aprikose und Brioche, dazu Zitrusfrüchte, weiße Blüten und eine feine kalkige Mineralität mit nussigen Reifenoten.
Geschmack
Trocken und ohne Dosage, mit präziser Säure, cremiger Textur und langem, salzig-mineralischem Nachhall bei 12,5% Vol.
Charakter
Ein kraftvoller, komplexer Champagner mit kristalliner Klarheit — das Chablis-ähnliche Kimmeridge-Terroir der Côte des Bar wird hier schmeckbar.
Dazu
Austern und Meeresfrüchte, gebratener Loup de Mer oder Comté und gereifter Hartkäse.
Besonderheiten
Brut Nature ohne Dosage, Vergärung mit wilden Hefen in gebrauchten Burgunder-Fässern und mindestens fünf Jahre Hefelager — die seltene Doppel-Magnum verlangsamt die Reifung zusätzlich und sorgt für besondere Frische und Festigkeit der Perlage.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Jahrgangschampagner von kristalliner Präzision und ungewohnter Tiefe: Brut Nature, also ganz ohne Dosage, dazu mindestens fünf Jahre Hefelager – zwei Jahre länger, als das Champagner-Gesetz verlangt. Delphine Brulez, die das Haus in vierter Generation führt, sagt es selbst: Mit drei Jahren sind ihre Champagner noch Babys. Die lange Reife schenkt eine cremige Textur und eine Aromatik zwischen Zitrusfrucht, Brioche und feiner Kreidenote. Das Format der Doppel-Magnum tut sein Übriges: In der großen Flasche reift Schaumwein langsamer, frischer, ruhiger.
Terroir & Herkunft
Die Weinberge liegen um Noé-les-Mallets in der Côte des Bar – näher an Auxerre als an Reims. Der Boden besteht aus Kimmeridge-Kalk, jenem Gestein, das auch Chablis prägt, mit fossilen Austern der Art Exogyra virgula als 150 Millionen Jahre altem Erbe. Die Reben wachsen auf südostexponierten Hängen zwischen 280 und 320 Metern. Das Weingut ist seit 2017 bio-zertifiziert, biologisch wird dort bereits seit 2011 gewirtschaftet; der Mykorrhiza-Anteil im Boden stieg unter Brulez von 18 auf 70 Prozent.
Rebsorte & Vinifikation
Pinot Noir verleiht Rückgrat und Frucht, Chardonnay die straffe Mineralität. Vergoren wird mit wilden Hefen in gebrauchten Burgunder-Fässern, die Moste trennt Brulez in vier Pressdurchgängen feiner als üblich. Im Weinberg gilt die Simonit-Sirch-Methode des sanften Rebschnitts – ein Drittel der Arbeit dort widmet sich allein den Scheren. Alle Weine des Hauses sind Jahrgangsweine, alle Brut Nature.
Speiseempfehlungen
Die kalkige Straffheit und null Dosage verlangen nach präzisen Partnern am Tisch: Austern – als Hommage an die Fossilien im Boden –, Seezunge in Butter, Comté mittleren Alters oder Hähnchen mit Morcheln. In der Doppel-Magnum ein Wein für den langen Tischabend, nicht für den schnellen Aperitif.