Abfüller: Domaine Trapet, 53 route de Beaune, 21220 Gevrey-Chambertin / France
Im Glas
Farbe
Tiefes, klares Rubinrot mit granatroten Reflexen am Rand.
Aroma
Dunkle Kirsche und Waldbeeren, darunter florale Noten von Veilchen, feine Würze, etwas Unterholz und eine kreidig-mineralische Anmutung.
Geschmack
Trocken und seidig, mit feinkörnigem Tannin, saftiger roter Frucht, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.
Charakter
Eleganz pur statt Kraftpaket – ein burgundischer Pinot Noir von aromatischer Tiefe, Struktur ohne Schwere und kühler, präziser Linienführung.
Dazu
Entenbrust mit Kirschjus, geschmorte Lammkeule oder Pilzgerichte wie Trüffelrisotto.
Besonderheiten
Stammt aus einer Premier-Cru-Lage im Herzen von Gevrey-Chambertin, direkt unterhalb des Grand Crus Chapelle-Chambertin. Jean-Louis Trapet arbeitet seit 1996 biodynamisch (Demeter-zertifiziert seit 2009) und vinifiziert mit Zurückhaltung – so bleibt der Wein ein glasklarer Ausdruck seines Terroirs.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Gevrey-Chambertin der leisen Schule: Eleganz statt Kraft, feinkörniges Tannin und aromatische Tiefe anstelle von Opulenz. Dunkle Kirsche, würzige Unterholznoten und eine mineralische Kühle tragen den Wein; mit gut zehn Jahren Reifezeit beginnt der Jahrgang 2015 nun seine schönste Phase. Die 12,5 % Vol. Alkohol unterstreichen den schlanken, durchsichtigen Stil, für den Jean-Louis Trapet steht.
Terroir & Herkunft
Petite Chapelle liegt als 1er Cru direkt unterhalb des Grand Cru Chapelle-Chambertin – eine der privilegiertesten Adressen der Côte de Nuits. Kalkhaltige Böden, an vielen Stellen fossiler Meeresursprung, geben den Weinen von Trapet ihre salzig-kreidige Signatur. Die Domaine in Gevrey-Chambertin blickt auf sieben Generationen zurück: Jean-Louis Trapet bewirtschaftet heute 18,5 Hektar, darunter drei Grand Crus. Sein Grundsatz „Menschen vergehen, das Land bleibt“ formuliert die Demut, mit der hier Terroir zur Sprache kommt.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir (Spätburgunder), die edelste rote Rebsorte Burgunds. Jean-Louis Trapet arbeitet seit 1996 biodynamisch (Demeter-zertifiziert seit 2009) und gehört damit zu den Pionieren dieser Bewegung an der Côte d’Or. Im Keller gilt: Beobachtung statt Intervention – sanfte Schwerkraftarbeit, zurückhaltendes neues Holz, teilweise ganze Trauben. Das Ergebnis sind Weine von seltener Reinheit und Transparenz, die ihre Herkunft unverstellt zeigen.
Speiseempfehlungen
Der feine Bau verlangt nach Gerichten mit Tiefe, nicht mit Wucht: Rebhuhn mit Trüffeljus, geschmorte Lammkeule, Entenbrust mit Sauerkirschen oder ein Teller wilder Pilze in Butter geschwenkt. Auch zu gereiftem Époisses oder Comté zeigt sich der Wein souverän. Dekantieren lohnt sich – eine halbe Stunde Luft öffnet die Aromatik, ohne die seidige Textur zu stören.