Cuvée perpétuelle Rosé RO23AB Brut Nature von Bonnet-Ponson: knochentrockener Rosé-Champagner aus Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier, der die lebendige Reserve des Weinguts aus Chamery mit der Frische eines jungen Jahrgangs verbindet.
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Zartes Lachsrosa mit feinperligem, anhaltendem Mousseux.
Aroma
Rote Beeren wie Erdbeere und Himbeere, dazu Zitruszesten, ein Hauch Brioche und feine Würze aus dem Reservewein-Anteil.
Geschmack
Straff und salzig am Gaumen, null Gramm Dosage, lebendige Säure, knackige Frucht und ein langer, trockener Abgang mit leicht nussiger Komplexität.
Charakter
Ein radikal trockener, charaktervoller Grower-Champagner – kantig, ehrlich und voller Spannung statt Barockopulenz.
Dazu
Geräucherter Lachs, Thunfisch-Tatar oder Charcuterie; auch ein starker Begleiter zu Ziegenkäse.
Besonderheiten
Basis des Solera-Prinzips der Cuvée perpétuelle mit Reserveweinen, deren ältestes Element auf 2004 zurückgeht; spontan vergoren mit wilden Hefen, ohne Dosage abgefüllt; das Weingut ist seit 2016 bio-zertifiziert, die Rebstöcke wachsen in Premier-Cru-Lagen der Montagne de Reims.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Rosé-Champagner der radikal trockenen Schule: Brut Nature heißt hier wörtlich null Gramm Dosage – der Wein steht so da, wie er aus der Flaschengärung kommt. Salzig, straff, mit feiner Perlage und einer Aromatik zwischen roten Beeren, Zitrusschale und Kreide. Wer Champagner knochentrocken und geradlinig mag, findet hier einen Ausdruck, der keine Kompromisse sucht. Die Cuvée perpétuelle verbindet die Frische des jungen Jahrgangs mit der Vielschichtigkeit einer Reserve, die seit 2004 fortgeschrieben wird.
Terroir & Herkunft
Das Familiengut in Chamery, einem Premier-Cru-Dorf der Montagne de Reims, existiert seit 1862 – Grégoire Bonnet gründete eines der ersten Récoltant-Manipulant-Häuser der Region, den heutigen Namen trägt es seit der Heirat von André Bonnet und Monique Ponson 1957. Die gut zehn Hektar verteilen sich auf rund 50 Parzellen in Chamery, Vrigny, Coulommes-la-Montagne sowie den Grand-Cru-Lagen Verzenay und Verzy; die Reben sind zwischen 35 und 80 Jahre alt. Seit 2013 stellte Cyril Bonnet auf biologischen Anbau um, die Zertifizierung folgte 2016.
Rebsorte & Vinifikation
Die Assemblage der Cuvée perpétuelle folgt dem klassischen Dreiklang: Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier – bei der Basis-Cuvée in den Anteilen 40/30/30. Das Prinzip gleicht einer andalusischen Solera: Nach jeder Lese wird ein Teil des Fasses abgezogen und mit dem neuen Jahrgang aufgefüllt, nie komplett geleert. Jede Flasche trägt so Wein aus vielen Jahren. Cyril Bonnet arbeitet mit Spontangärung durch wilde Hefen, verzichtet auf Filtration und setzt Schwefel nur in minimalen Dosen ein. Ein Drittel der Grundweine reift in alten Eichenfässern, der Rest im Stahltank – gesucht ist Klarheit, nicht Holz.
Speiseempfehlungen
Die kompromisslose Trockenheit macht diesen Rosé zu einem vielseitigen Tischbegleiter: zu Austern und rohem Fisch, zu Lachstartar oder gegrillten Garnelen. Auch Charcuterie, ein junger Comté oder Ziegenkäse passen ausgezeichnet. Als Aperitif entfaltet er seine ganze Strahlkraft – ein Champagner für Menschen, die Substanz der Süße vorziehen.