Langenlois Grosse Reserve Blanc de Blancs Brut Nature 2014
Ein gereifter Premium-Sekt aus dem Kamptal, der nach über 90 Monaten Hefelager mit salziger Mineralität, Brioche-Noten und puristischer Dosage-Null begeistert.
Abfüller: Weingut Fred Loimer, Haindorfer Vögerlweg 23, A-3550 Langenlois / Austria
Im Glas
Farbe
Intensives Zitronengelb mit goldenen und grünen Reflexen, sehr feine, aktive Perlage.
Aroma
Weiche gelbe Frucht auf warmem Kuchenboden – Mirabelle, Pfirsich, Tarte Tatin, dazu Ananas und Mango im Hintergrund; warme Brioche mit Salzbutter trifft auf Limetten- und Zitronenabrieb, Gischt, Austernschale, nasse Kreide und Gestein.
Geschmack
Warme Frucht und druckvoller Hefeschmelz mit langem Anhaften, dahinter klirrende Mineralität und kühle Eleganz; nicht opulent, sondern komplex und lang, mit Mandel- und Haselnussnoten im Nachhall.
Charakter
Reifer, vielschichtiger Blanc de Blancs mit puristischem Brut-Nature-Stil – Brückenschlag zwischen hefiger Wärme und kühler, salziger Präzision.
Dazu
Gebratener Steinbutt mit Kohlrabi und Beurre Blanc, Zitronenhühnchen mit Tajin und Couscous oder geschmortes Kaninchen mit Kräuter-Gemüse-Auflauf.
Besonderheiten
Méthode traditionnelle mit mindestens 90 Monaten Hefelager und Degorgement ohne Dosage; Gault&Millau-Sekt des Jahres 2023 – vom biodynamischen Pionier Fred Loimer (respekt-BIODYN-Mitgründer) aus dem Kamptal.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Intensives Zitronengelb mit goldenen und grünen Reflexen. Dazu eine sehr feine, lebhafte Perlage, die ein gleichmäßiges, feingliedriges Mousseux bildet – das sichtbare Zeichen des langen Hefelagers.
Nase
Ein Duftbild, das von den vielen Jahren auf der Hefe erzählt: weiche gelbe Frucht auf warmem Kuchenboden, Mirabelle, Pfirsich und etwas Tarte Tatin, dahinter vorsichtig Ananas und Mango. Warme Brioche mit Salzbutter trifft auf frische Kontrapunkte – Zitronen- und Limettenabrieb, Gischt, Austernschale, nasse Kreide und kühles Gestein. Reife und Frische halten sich hier beeindruckend die Waage.
Gaumen
Warme, wohltuende Frucht, dann nimmt der Hefeschmelz mit kräftigem Druck das Kommando – und haftet minutenlang. Dahinter baut sich eine klirrend mineralische, kühle Eleganz auf. Nicht opulent, sondern von Komplexität und Länge getragen; Mandel und Haselnuss prägen den Nachhall. Null Dosage, null Weichzeichner – Purismus, den man schmeckt.
Abgang
Lang, präzise, nussig-mineralisch, mit salziger Spannung bis zuletzt.
Terroir & Herkunft
Langenlois im Kamptal: ein geologischer Flickenteppich aus Urgestein, Löss und vulkanischen Relikten. Kühle Luft aus dem Waldviertel trifft auf pannonische Wärme – extreme Temperaturamplituden, die aromaintensive Trauben mit straffer Säure liefern. Genau das Klima, das große Schaumweine brauchen.
Rebsorte & Vinifikation
Cuvée aus Chardonnay, Weißburgunder und Grauburgunder, gelesen im September 2014. Sanfte Pressung mit nur 50 Litern Ausbeute aus 100 Kilogramm Trauben, Vergärung im Stahltank, sieben Monate Vollhefe, neun Monate Feinhefe. Zweitgärung nach Méthode traditionnelle, mindestens 90 Monate Hefelager, degorgiert im Mai 2023 ganz ohne Dosage – Brut Nature im wörtlichen Sinn.
Speiseempfehlungen
Ein Sekt für den gedeckten Tisch: Steinbutt an der Gräte mit Kohlrabi und Beurre Blanc, Zitronenhühnchen mit Tajin und lauwarmem Couscous oder geschmortes Kaninchen mit Kräuter-Gemüse-Auflauf. Auch schlicht zu Austern eine kleine Offenbarung.
Besonderheiten
Vom Gault&Millau zum Sekt des Jahres 2023 gekürt – und Fred Loimers Visitenkarte als Mitgründer von respekt-BIODYN, der biodynamischen Zertifizierung, die strenger ist als Demeter. Ein Blanc de Blancs, der beweist, dass Österreichs Schaumweine in der Weltklasse mitspielen.