Ein kraftvoller, tiefgründiger Champagner aus dem Sézannais, der die Wiederbelebung dieser vergessenen Kreidelandschaft durch Loïc Barrat und Aurélie Masson eindrucksvoll zeigt.
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Reife Aprikosen, Pfirsiche und gelbe Äpfel treffen auf Cedrat-Zitronen, umrahmt von subtilen Noten von Holz, Nüssen und Marzipan.
Geschmack
Tief und kraftvoll mit eleganter Struktur; Steinobst und zitrische Frische verbinden sich mit Marzipan, leicht gerösteten Nüssen und dezentem Holz.
Charakter
Ein komplexer, finessenreicher Champagner, der bereits jetzt stimmig ist, aber noch am Anfang seiner Entwicklung steht.
Dazu
Leicht geräucherte Makrele mit Pistazien-Pesto, Salat mit Fenchel, Hummer und angerösteten Trauben oder Schweinebauch mit Fenchel-Blutorangensalat.
Besonderheiten
Grundwein komplett im Holz ausgebaut, 36 Monate Hefelager, von Hand degorgiert, Brut Nature: nach dem Degorgieren nicht dosiert – aus biologisch zertifizierten Reben (ECOCERT) auf reinen Kreideböden.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Helles Goldgelb, durchzogen von einer feinen, entspannten Perlage, die eher seidig wirkt als aufdringlich.
Nase
Reife Aprikosen und Pfirsiche, dazu gelbe Äpfel und die zitrisch-bittere Frische von Cedrat-Zitronen. Dahinter ein dezenter Rahmen aus Holz, Nüssen und Marzipan – der Ausbau im Fass ist präsent, aber nie dominant.
Gaumen
Ein tiefer, kraftvoller Champagner, der Fülle mit Spannung verbindet. Steinobst trifft auf zitrisch frische Noten, Marzipan und leicht geröstete Nüsse. Das Holz bleibt eine stützende Komponente, nie der Hauptdarsteller. Ohne Dosage wirkt der Wein geradlinig, kraftvoll und zugleich von feiner Säure getragen – ein Champagner, der erst am Anfang seiner Entwicklung steht.
Abgang
Lang und vielschichtig, mit nachhallenden Noten von gerösteten Nüssen, Marzipan und einer zitrisch-mineralischen Frische, die den kräftigen Körper ausbalanciert.
Terroir & Herkunft
Barrat-Masson arbeitet im Sézannais, einem stillen, oft übersehenen Zipfel der Champagne südwestlich von Épernay. Der Chardonnay gedeiht auf Kreideböden mit Lehmauflage, der Pinot Noir auf lehmigeren Böden mit Kalk- und Kreideunterlage. Die Rebstöcke sind rund 40 Jahre alt und seit 2012 nach ECOCERT zertifiziert. Das Sézannais, südwestlich von Épernay gelegen, gilt als stille, kreidegeprägte Ecke der Champagne, die erst in jüngerer Zeit die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.
Rebsorte & Vinifikation
50 % Chardonnay, 50 % Pinot Noir aus rund 40 Jahre alten Reben. Der Grundwein stammt zu 100 % aus der Cœur de Cuvée und wurde komplett in 600-Liter-Demi-Muids vergoren und neun Monate darin ausgebaut. Die Assemblage besteht zu etwa 75 % aus dem Jahrgang 2018 und zu 25 % aus 2017. Nach 36 Monaten Hefelager wurde von Hand degorgiert – ganz ohne Dosage.
Speiseempfehlungen
Die Kombination aus Holzausbau, Hefelager und kraftvoller Struktur verlangt nach Gerichten mit Tiefe: Leicht geräucherte Makrele mit Pistazien-Pesto, Salat mit Fenchel, Hummer und angerösteten Trauben oder Schweinebauch mit Fenchel-Blutorangensalat.
Besonderheiten
Ein komplett im Holz ausgebauter Champagner ohne Dosage – das ist selten und erfordert Grundweine von besonderer Qualität. Der Les Volies zeigt, dass Holzausbau und Null-Dosage kein Widerspruch sein müssen: Das Fass rahmt die Frucht, ohne sie zu überdecken. Ein Champagner mit Entwicklungspotenzial, dessen bester Moment noch kommt.
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