Ein reinsortiger Grenache aus Navarra, der von über hundert Jahre alten, präphylloxerischen Buschreben aus der Lage Santa Cruz stammt – ein kühler, eleganter Rotwein mit atlantischer Frische und kalkiger Mineralität.
40,00 €53,33 € / l
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Tiefes Rubinrot mit granatroten Reflexen und leuchtendem Rand.
Aroma
Reife rote Beeren wie Himbeere und Kirsche, dazu mediterrane Kräuter, Veilchen und eine feine würzige Note mit mineralischem Unterton.
Geschmack
Saftige rote Frucht, lebendige Säure und seidene Tannine; straff und frisch am Gaumen, mit salziger Mineralität im langen, präzisen Abgang.
Charakter
Ein ungewöhnlich eleganter, kühler Garnacha-Stil – eher Finesse als Opulenz, geprägt von Höhenlage, atlantischen Winden und altem Rebmaterial.
Dazu
Lammkarree mit Rosmarin, gegrilltes Gemüse mit Manchego oder Wildschweinragout mit Pilzen.
Besonderheiten
Die Trauben stammen von präphylloxerischen Rebstöcken, die noch auf eigenen Wurzeln stehen – eine Rarität. Der Ausbau in großen 500-Liter-Fässern hält das Holz dezent zurück und lässt Frucht und Terroir sprechen; das Weingut arbeitet seit 2011 biodynamisch.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Garnacha von seltener Finesse: kühl, straff und von bemerkenswerter Tiefe. Statt der für Südspanien üblichen Marmeladen-Opulenz zeigt dieser Wein rote Beerenfrucht, feine Kräuterwürze und eine mineralische Schärfe, die ihn trinkig und ernsthaft zugleich macht. Bei 14,5 % Vol. bleibt er erstaunlich ausbalanciert – Kraft ohne Schwere.
Terroir & Herkunft
Die Reben stehen in der Lage Santa Cruz im Valdizarbe, dem nördlichsten Zipfel Navarras, auf 450 bis 600 Metern Höhe. Hier treffen atlantische Winde auf pyrenäische Kühle; die ausgeprägten Tag-Nacht-Schwankungen bewahren den Trauben Säure und Frische. Kalkhaltige Lehm- und Sandböden geben die Mineralität. Der eigentliche Schatz sind die präphylloxerischen, wurzelechten Rebstöcke – über hundert Jahre alt und ein lebendiges Stück Weingeschichte. Seit 2011 wird das Gut biodynamisch bewirtschaftet.
Rebsorte & Vinifikation
Juan Carlos López de Lacalle – der Visionär hinter Artadi – erwarb 1996 die verfallene Dorfgenossenschaft von Artazu, nachdem ihn Randall Grahm von Bonny Doon für das vergessene Potenzial der Garnacha begeistert hatte. Damals diente die Rebsorte in Navarra fast nur für Rosé. Heute vinifiziert er sie in großen 500-Liter-Fässern, um das Holz zurückzunehmen und die Frucht sprechen zu lassen. Das Ergebnis: ein trockener Rotwein, der regelmäßig über 95 Punkte von James Suckling erhält.
Speiseempfehlungen
Seine Frische und Struktur verlangen nach substanzieller, aber nicht schwerer Küche: Lammkarree mit Rosmarin, gegrilltes Gemüse mit Romesco, Pilzrisotto oder Manchego mittlerer Reife. Auch zu Coq au Vin oder einem rustikalen Bohneneintopf mit Chorizo zeigt er sich von seiner besten Seite.