Abfüller: Marco de Bartoli, Contrada Fornara Samperi 292, 91025 Marsala-Sicily / Italy
Im Glas
Farbe
Helles Strohgelb mit silbernen Reflexen.
Aroma
Üppige Frucht nach Mispel, Pfirsich und Cedri-Zitrone, dazu Zitrus- und Orangenblüte sowie markant salzige Noten wie Austernschalen und warme Meeresbrise.
Geschmack
Saftiger Antrunk mit reifer Frucht, herben Akzenten von Limettenzeste, Salzzitrone und Kumquat; cremig, griffig, mit langem, grapefruitherbem Finish und leuchtender Säure.
Charakter
Sonnig-sizilianischer Alltagsweißer mit Tiefgang – cremiger Schmelz trifft auf kühle salzige Kante, ungemein trinkfreudig und in seiner Preisklasse bemerkenswert.
Dazu
Ideal zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, Pasta mit Sardinen oder sizilianischem Gemüse wie Caponata.
Besonderheiten
Die Reben wachsen in der 1996 gepflanzten Contrada Samperi unweit des Meeres; frühe Handlese, spontane Vergärung mit wilden Hefen und sechs Monate Feinhefelager im Stahltank prägen seine reine, salzgeprägte Frische.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Helles Strohgelb mit silbernen Reflexen – klar und jugendlich leuchtend im Glas.
Nase
Ein üppiger Strauß Siziliens: Mispel und Pfirsich, dazu Cedri-Zitrone und florale Noten von Zitrus- und Orangenblüte. Darüber liegt eine distinkte Salinität – Austernschalen, warme Meeresbrise.
Gaumen
Saftiger Antrunk, in dem sich reife Frucht mit sublim herben Zügen verbindet: Limettenzeste, Salzzitrone, Kumquat. Dabei cremig, mit zartem Schmelz und griffigem Mundgefühl – und einer salinen Kante, die der Sonnenseite der Frucht entgegenwirkt. In dieser Preisklasse schlicht unschlagbar.
Abgang
Langes, grapefruitherbes Finale mit leuchtendem Säurenerv und anhaltendem Salzgehalt.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus der 1996 gepflanzten Contrada Samperi bei Marsala, unweit des Meeres – die Reben stehen in einer Senke unterhalb des Meeresspiegels, auf den kalkreichen Böden, auf denen Grillo seit phönizischer Zeit gedeiht. Hier, an der Westküste Siziliens, schrieb Marco de Bartoli ab 1978 Weinbaugeschichte: Der ehemalige Rennfahrer befreite die Grillo-Traube aus ihrer Rolle als bloßer Marsala-Grundwein und machte sie zum eigenständigen, großen Weißen der Insel.
Rebsorte & Vinifikation
Reinsortiger Grillo, früh von Hand gelesen – die Lese beginnt oft schon in der dritten Augustwoche, um die natürliche Frische der Traube zu sichern. Spontane Vergärung mit wilden Hefen im Stahltank, anschließend sechs Monate auf der Feinhefe, dann mit minimalem Schwefel gefüllt.
Speiseempfehlungen
Idealer Tischgenosse zu Gambero Rosso und Sardinen alla Beccafico, zu Spaghetti alle Vongole oder einem schlichten Fisch-Carpaccio mit Zitrone und Olivenöl. Auch zu Panelle, den sizilianischen Kichererbsen-Talern, eine glückliche Verbindung.
Besonderheiten
Der Einstiegs-Grillo eines Hauses, das Siziliens Weinwelt revolutionierte – und der dennoch nichts Kommerzielles an sich hat: Salz, Zitrus, Säure in einer Balance, die man sonst nur bei deutlich teureren Weinen sucht. Ein Grillo mit dem Selbstbewusstsein seiner Herkunft, trocken und mit nur 13 Prozent Alkohol – ein Glas, das selbst an einem heißen Abend kühl und klar bleibt.