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Valpolicella Classico Superiore DOC Casal Vegri 2022

Ein trockener Rotwein aus Corvina, Corvinone und Rondinella, der die Philosophie des Weinguts perfekt verkörpert: Eleganz und Frische statt Kraft und Alkohol.

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Rebsorte
Corvina, Corvinone, Rondinella
Herkunft
Veneto, Italien
Jahrgang
2022
Alkohol
13,5 % Vol.
Restsüße
trocken
Servieren
16–18 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9911021088

Im Glas

  1. Farbe

    Leuchtendes Kirschrot mit heller werdendem Rand und feinen rostig-roten Reflexen.

  2. Aroma

    Präzise Sauerkirsche mit eisenhaltig-mineralischem Charakter, dazu rote Johannisbeere, wilde Erdbeere, Waldhimbeere, Lakritz, Bitterschokolade, Zedernholz, heller Tabak sowie dunkle Blüten wie Hibiskus und Veilchen.

  3. Geschmack

    Lebendig und saftig mit frischer Säure, erneut kirschbetont, dazu feine Herbe, nussige Anklänge von Walnuss und Haselnuss, Zimt, rauchige Noten und Zigarrenkiste; nahezu tanninfrei mit kühler, kalkiger Linienführung und langem Nachhall.

  4. Charakter

    Ein Valpolicella von großer Finesse – kühl, geradlinig und mineralisch, mit ätherischen Kontrasten wie Eukalyptus und einer Eleganz, die deutlich über der Kraft steht.

  5. Dazu

    Passt wunderbar zu Pasta mit Pilzen und Trüffel, zu Kaninchenragout oder zu mittelaltem Hartkäse.

  6. Besonder­heiten

    Die besten Früchte der Hänge aus dem Marano-Tal (150–300 Meter, Ost-Südost-Ausrichtung) fließen bewusst in diesen Valpolicella statt in Amarone; der Tonkalkstein-Boden schenkt große Frische, 18 Monate Ausbau in 3000-Liter-Eichenfässern sorgen für Tiefe. Das Weingut wirtschaftet seit 2012 biologisch.

Verkostungsnotiz


Farbe & Aussehen
Leuchtendes Kirschrot mit aufhellendem Rand und einem Hauch blutig-rostiger Reflexe – ein Glas, das Tiefe verspricht, ohne schwer zu wirken.
Nase
Präzise Sauerkirsche im Zentrum, flankiert von roter Johannisbeere, wilder Erdbeere und Waldhimbeere. Darunter eine eisenhaltige, fast blutige Note, die dem Wein sofort Eigenständigkeit gibt. Lakritz, Bitterschokolade, Zedernholz und helle Tabakblätter sorgen für Würze, dunkle Blüten wie Hibiskus und Veilchen für Eleganz. Kompakt, dunkelwürzig, einladend – nie opulent.
Gaumen
Lebendige, saftige Säure und enormer Trinkfluss. Die Sauerkirsche dominiert erneut, flankiert von nussigen Anklängen an Walnuss und Haselnuss, feinem Zimt und rauchigen Noten wie Zigarrenkiste. Fast ohne Tannin zunächst; kühl, kalkig, linear, mit ätherischen Kontrasten von Eukalyptus. Finesse statt Muskelspiel.
Abgang
Lang und präzise; erst hier baut sich ein feines, zurückhaltendes Tanningerüst auf, während die kühle Mineralität nachhallt.
Terroir & Herkunft
Die Weinberge von Cà la Bionda liegen terrassiert im Marano-Tal auf 150 bis 300 Metern, nach Osten und Südosten ausgerichtet. Der Boden aus Tonkalkstein mit hohem Gesteinsanteil schenkt Frische und Eleganz – genau jene Eigenschaften, die langlebige Weine brauchen.
Rebsorte & Vinifikation
70% Corvina, 20% Corvinone, 10% Rondinella und Molinara. Nach der Gärung reift der Wein 18 Monate in großen 3000-Liter-Eichenfässern. Die besten Früchte dieser Parzelle fließen bewusst in den Valpolicella – statt für Amarone selektioniert zu werden.
Speiseempfehlungen
Die kühle Frische und das feine Gerbstoffnetz passen zu Entenbrust mit Kirschsauce, Risotto mit Radicchio, geschmorter Lammkeule oder Pasta mit Pilzragout. Auch zu mittelaltem Monte Veronese eine schöne Verbindung.
Besonderheiten
Alessandro und Nicola Castellani führen das 1902 gegründete Gut in vierter Generation, seit 2012 biologisch. Ihre Vision: das Valpolicella als Burgund Italiens. Wie kaum ein zweites Haus hat Cà la Bionda die Amarone-Produktion reduziert, um ganze Parzellen dem Classico zu widmen. Corvina versteht Alessandro als wilden Pinot Noir – und dieser Casal Vegri beweist es: komplexe Kräuter- und Kirschfrucht, kühle Kalkprägung, Eleganz ohne Kraftmeierei. Ein Valpolicella, der zeigt, wie viel Substanz in einem vermeintlich leichten Wein stecken kann.

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