Verkostungsnotiz
- Farbe & Aussehen
- Strahlendes Goldgelb mit jugendlicher Klarheit.
- Nase
- Burgundische Anklänge treffen auf Zitrus und zarten Pfirsich, dazu markante Mineralität: Meeresbrise, Zündplättchen, Weißbrotkruste. Die Hefenoten der Jugend sind noch präsent, dahinter zeichnen sich Salbei und Minze ab – lebendig, kühl, präzise.
- Gaumen
- Saftig und vielschichtig: Marille, Quitte, Salzzitrone und Weinbergspfirsich, ergänzt um geröstete Haselnüsse und edle Pilze. Kraft ohne Schwere, Tiefe ohne Lautstärke.
- Abgang
- Lang, gestochen scharf und präzise – ein Finale von großer Strahlkraft, das eher nachhält als nachlässt.
- Terroir & Herkunft
- Apetlon am Ostufer des Neusiedlersees, südöstlicher Zipfel des Burgenlands: pannonisches Klima mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern. Die kalkreichen Böden, durchsetzt mit Schotter und Sand, geben dem Tiglat seine straffe, mineralische Prägung. Die Einzellage wurde bereits 1959 bepflanzt.
- Rebsorte & Vinifikation
- Chardonnay in Reinform. Spontane Vergärung mit wilden Hefen, Ausbau in burgundischen Fässern, deutlich längere Reife als bei den meisten österreichischen Weißweinen üblich – Geduld als Handwerkszeug.
- Speiseempfehlungen
- Klassiker der Küche, gern mit österreichischem Twist: Wiener Schnitzel vom Kalb, gebratener Zander mit Beurre blanc, Steinpilzrisotto oder gebratenes Perlhuhn mit Morcheljus.
- Besonderheiten
- Der Wein, der Velich international bekannt gemacht hat – und der beweist, dass österreichischer Chardonnay sich vor keinem Gewächs der Côte de Beaune verstecken muss. In der Jugend fast asketisch straff, mit perfektem Reifepotenzial: Wer ihm Jahre gibt, wird mit Schicht um Schicht belohnt.





