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Pierre-Henri Rougeot · Mineral

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Pierre-Henri Rougeot

Pierre-Henri Rougeot ist Winzer der Domaine Rougeot Père & Fils in Meursault. Unter seinem eigenen Namen vinifiziert er seit 2017 rund ein Dutzend Cuvées in Kleinstmengen von einem bis sechs Fässern. Die Trauben tauscht er überwiegend mit befreundeten Bio- und Biodynamie-Winzern und kommt so an Lagen der Côte de Nuits und der Côte de Beaune, die der Domaine nicht gehören. Vergoren wird spontan im eigenen kleinen Keller in Beaune, ungeschönt, unfiltriert, und während Gärung und Ausbau kommt kein Schwefel dazu.

Pierre-Henri Rougeot wuchs auf der Familiendomaine in Meursault auf, studierte Weinbau in Beaune, verbrachte danach ein Jahr in den Weinbergen der Domaine de Montille in Volnay und arbeitete anschließend im Verkauf für eine Küferei. Seit 2010 ist er für die Weine der Domaine Rougeot Père & Fils verantwortlich, seit 2019 arbeitet er ganz im Betrieb, während Vater Marc unverändert die Weinberge führt.

≈ Aroma: Mineral




Mehr über Pierre-Henri Rougeot

Ein eigener Name neben dem der Familie

Pierre-Henri Rougeot wuchs auf der Familiendomaine in Meursault auf, studierte Weinbau in Beaune, verbrachte danach ein Jahr in den Weinbergen der Domaine de Montille in Volnay und arbeitete anschließend im Verkauf für eine Küferei. Seit 2010 ist er für die Weine der Domaine Rougeot Père & Fils verantwortlich, seit 2019 arbeitet er ganz im Betrieb, während Vater Marc unverändert die Weinberge führt.

Unter seinem eigenen Namen führt er seit 2017 ein Mikro-Négoce: rund ein Dutzend Cuvées pro Jahr, in Mikro-Losen von einem bis sechs Fässern, vinifiziert in einem kleinen eigenen Keller in Beaune. So kommt er an Lagen der Côte de Nuits und der Côte de Beaune, die die Domaine nicht besitzt.

Weinberge der Côte de Beaune bei Meursault

Trauben tauschen statt kaufen

Auf dem freien Traubenmarkt kauft Rougeot nicht. Er gibt weiße Trauben der Domaine ab, Bourgogne blanc und Meursault, und bekommt dafür Trauben aus anderen Appellationen: Tauschhandel unter befreundeten Winzern, deren Parzellen bio- oder biodynamisch zertifiziert sein müssen. Die Weine führen den Bio-Kontrollcode FR-BIO-01. Die Côte de Nuits-Villages La Plante du Bois etwa kommt von Antoine Lienhardt in Comblanchien. Die eigene Domaine ist bio-zertifiziert und seit 2023 zusätzlich Demeter, doch das gilt für das Gut und nicht automatisch für jeden Négoce-Wein.

Im Keller: ganze Trauben, Geduld und ein Entschluss gegen Schwefel

Rougeot reagiert allergisch auf Schwefel und arbeitet deshalb während Gärung und Ausbau ganz ohne. Ob bei der Füllung eine kleine Gabe dazukommt, entscheidet er Fass für Fass. Die vollständig ungeschwefelten Abfüllungen erkennt man an den diagonal gestreiften Etiketten, auf denen nur der Name der Lage steht. Vergoren wird spontan, geschönt und filtriert wird nicht.

Die Rotweine gehen mit 70 bis 100 Prozent ganzen Trauben in den Keller, bleiben nur kurz auf der Maische und reifen anschließend 18 bis 20 Monate im Fass. Bei den Weißen verzichtet er auf Bâtonnage, weil die Weine reich genug sind, und auf viel Neuholz.

Der Jahrgang 2023

Gleich zwei Cuvées feiern 2023 Premiere: Der Meursault erscheint zum ersten Mal, und das in nur rund 600 Flaschen. Auch der Saint-Aubin 1er Cru Les Champlots ist die erste Auflage aus dieser Lage. Der Nuits-Saint-Georges Les Langecourts dürfte einmalig bleiben, es ist der erste und wohl einzige Jahrgang aus dieser Lage. Der Beaune Les Longbois ist dagegen schon der zweite. Dazu kommen Côte de Nuits-Villages La Plante du Bois, Pommard Rue au Port und Saint-Romain Le Jarron. Einen Meursault Sous la Velle gab es ebenfalls, er ist bereits ausverkauft.

Kraftvoll und bodengeprägt zeigen sich die 2023er, bei den Rotweinen geht es Rougeot vor allem um Reinheit. Und weil aus sechs Fässern nun einmal keine große Flaschenzahl wird, bleibt jedes dieser Etiketten eine Rarität.