Morey-Saint-Denis 1er Cru "Vieilles Vignes" AOC 2023 1500ml Magnum
Ein kühler, feingliedriger Pinot Noir aus dem Herzen der Côte de Nuits – biologisch erzeugt, im Großformat der Magnum abgefüllt und auf Länge sowie Klarheit angelegt.
Abfüller: Domaine Hubert Lignier, 13, Route Nationale 74, 21220 Morey Saint Denis / France
Im Glas
Farbe
Leuchtendes, mitteltiefes Rubinrot mit zartem granatrotem Rand.
Aroma
Kühle rote Frucht von Sauerkirsche, Himbeere und roter Johannisbeere, dazu florale Noten von Veilchen, feine Kräuterwürze und ein Hauch Unterholz.
Geschmack
Präzise und durchgezeichnet am Gaumen, mit feinkörnigem Tannin, saftiger Frische, dunkler Kirsche und einem langen, klaren Nachhall.
Charakter
Eleganter, tiefgründiger Burgunder von kühler Präzision – fein gebaut, straff und mit großem Reifepotenzial, das in der Magnumflasche besonders geduldig zur Geltung kommt.
Dazu
Ideal zu Entenbrust mit Kirschjus, Rehrücken mit Pilzen oder zu mildem, gereiftem Hartkäse wie Comté.
Besonderheiten
Aus alten Rebstöcken eines Hauses, das seit den 1880er-Jahren in Morey-Saint-Denis Pinot Noir anbaut – bio-zertifiziert, im Schwerkraftkeller ohne Pumpen vinifiziert und mit zurückhaltendem Holzeinsatz ausgebaut; die Magnumfüllung verspricht eine besonders langsame, elegante Reife.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Pinot Noir von kühler Präzision: durchgezeichnet, fein gebaut, auf Länge und Klarheit angelegt. Die alten Rebstöcke bringen konzentrierte, dunkle Beerenfrucht – Schwarzkirsche, Waldhimbeere, eine florale Note – und ein feinkörniges Tannin, das den Wein trägt, ohne ihn zu beschweren. Im Magnumformat darf er besonders geduldig reifen.
Terroir & Herkunft
Morey-Saint-Denis liegt im Herzen der Côte de Nuits, eingebettet zwischen Chambolle-Musigny und Gevrey-Chambertin – ein Dorf, dessen Weine oft im Schatten berühmterer Namen stehen, dabei aber zu den ehrlichsten des Burgunds zählen. Die Familie Lignier wurzelt hier seit den 1880er-Jahren: Jacques Lignier erwarb damals Parzellen, die nach der Reblaus-Katastrophe niemand mehr wollte. Fünf Generationen später führt Laurent Lignier die Domaine auf demselben Land. Sein Großvater Henri vermehrte das eigene Rebmaterial Stock für Stock – wer diesen Wein trinkt, trinkt eine Abstammungslinie, die bis in die 1950er-Jahre zurückreicht.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Pinot Noir – hierzulande Spätburgunder genannt – aus altem Pflanzmaterial, das zur Millerandage neigt und winzige, konzentrierte Beeren trägt. Die Domaine ist seit 2019 biologisch zertifiziert; der 2008 bezogene Keller kommt ohne Pumpen aus und nutzt allein die Schwerkraft. Lange, kühle Mazeration, ein wachsender Anteil ganzer Trauben und sparsam dosiertes neues Holz – über mehrere Küfereien gestreut – ergeben die unverkennbare Handschrift des Hauses: kühl, präzise, feinnervig.
Speiseempfehlungen
Seine kühle Frucht und der feine Zug verlangen nach Küche mit Tiefe, nicht nach Schwere: Entenbrust mit Kirschjus, geschmorte Lammkeule, Perlhuhn mit Pilzen oder ein einfacher Coq au vin. Auch gereifter Époisses oder Comté sind würdige Tischgenossen. Die Magnum gehört an einen Tisch mit vielen Gästen, und sie verdient Stunden Zeit.