Ruppertsberger Reiterpfad Riesling VDP Erste Lage 2022
Ein trockener, kraftvoller Pfälzer Riesling mit feiner Herbe und jugendlicher Verschlossenheit, der nach ausreichender Belüftung seine volle Eleganz zeigt.
Abfüller: Weingut A. Christmann, Peter-Koch-Str. 43, 67435 Gimmeldingen/Pfalz / Germany
Im Glas
Farbe
Mittleres Goldgelb mit grünen Reflexen.
Aroma
Zitrus, grüner Apfel und Holunderblüten, dazu zarte exotische Anklänge von junger Ananas, Ingwer und Koriander.
Geschmack
Feine Grapefruit-Herbe, erfrischende Säure, glockenklar und äußerst belebend mit konzentrierter Kraft bei schwebender Eleganz.
Charakter
Jugendlich verschlossen, entwickelt mit Luftkontakt kühle Finesse und tanzt lebendig auf der Zunge.
Dazu
Carpaccio von Kohlrabi mit Minze und Limettenöl, Garnelen mit Krustentiersauce oder Poularde mit Orangenmarinade und Rosmarin.
Besonderheiten
Aus biodynamisch bewirtschafteten Lagen (respekt-BIODYN zertifiziert), spontan vergoren mit weinbergseigenen Hefen und lange auf der Feinhefe gereift – das Hofstück im Reiterpfad gilt als wärmster Weinberg des Hauses.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Mittleres Goldgelb mit grünen Reflexen – leuchtend, kühl, fast metallisch im Glas.
Nase
Jugendlich verschlossen, braucht Luft und ein großes Glas. Dann zeigen sich Zitrus, grüner Apfel und Holunderblüte, dahinter feine exotische Anklänge an junge Ananas, Ingwer und Koriander. Kühle, engmaschige Frucht, mehr versprochen als gezeigt – ein Wein, der sich Zeit nimmt.
Gaumen
Feine Grapefruit-Herbe trifft auf eine erfrischende, lebendige Säure. Er spielt, er tanzt auf der Zunge – glockenklar, konzentriert und doch schwebend. Die seltene Verbindung von Kraft und Leichtigkeit, die Steffen Christmann als seinen »Primaballerino« beschreibt: kraftvoll, aber elegant, in perfekter Balance.
Abgang
Lang, kühl und salzig-mineralisch geprägt – jener seidenartige Ton, den der Buntsandstein dem Haus Christmann schenkt.
Terroir & Herkunft
Der Reiterpfad liegt oberhalb von Ruppertsberg am Haardtrand – eine 60 Hektar große, leicht nach Ost-Südost geneigte Terrasse aus Buntsandsteingeröll, über Jahrtausende vom Gebirge abgetragen. Einst herrschaftlicher Besitz des Fürstbischofs von Speyer, gehört die Lage seit 2014 zur VDP.Ersten Lage; nur das Hofstück im Westen trägt weiterhin den Status VDP.Grosse Lage. Windgeschützt und lange besonnt, zählt der Reiterpfad zu den wärmsten Weinbergen im Hause Christmann.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Riesling – bei Christmann ohnehin die erste Geige: 70 Prozent der nur 17 Hektar umfassenden Fläche tragen die Sorte. Ganztraubenpressung, kurze Maischestandzeit, spontane Vergärung mit weinbergseigenen Hefen, danach lange Reife auf der Feinhefe in Edelstahl und großem klassischem Holzfass.
Speiseempfehlungen
Ein vielseitiger Essenswein: Carpaccio von Kohlrabi mit Minze und Limettenöl, Garnelen mit Krustentiersauce und Korianderklößchen oder Ofenpoularde mit Orangenmarinade und Rosmarin. Überall dort, wo Frische auf feine Würze trifft, fühlt er sich zu Hause.
Besonderheiten
Seit 2003 biodynamisch zertifiziert (respekt-BIODYN und EU-Bio), geführt von Steffen Christmann – VDP-Präsident und Quereinsteiger aus dem Weinrecht – gemeinsam mit Tochter Sophie. Drei Generationen, 17 Hektar, ausschließlich klassifizierte Lagen: Weniger ist hier tatsächlich mehr.