Ein trockener Vernatsch aus Südtirol, der in der Magnumflasche die kühle Frische der Nordwest-Lagen oberhalb von Bozen eindrucksvoll zur Geltung bringt.
71,50 €47,67 € / l
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Helles, leicht transparentes Rubinrot mit ziegelroten Reflexen.
Aroma
Zarte Noten von Sauerkirsche, roten Waldbeeren und Veilchen, dazu ein feiner Hauch von Kräutern und nassem Schiefer.
Geschmack
Schlank und saftig mit seidigen Tanninen, lebendiger Säure und moderaten 12 % Alkohol – Spannung und Trinkfluss statt Kraft und Fülle.
Charakter
Ein kühler, eleganter Rotwein der Außenseiter-Klasse: feingliedrig, animierend und erfrischend ungewöhnlich für Südtirol.
Dazu
Südtiroler Brettljause mit Speck und Käse, gegrilltes Hähnchen oder eine leichte Pilzpfanne.
Besonderheiten
Aus biodynamisch bewirtschafteten, pergolabestockten Steillagen mit Nordwest-Ausrichtung; spontan vergoren, ohne Schönung oder Filtration, in Beton und gebrauchtem Holz ausgebaut – abgefüllt in der großen Magnumflasche.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Vernatsch von ungewöhnlicher Kühle und Finesse: schlank, saftig, mit feinkörnigem Tannin und einem Säurenerv, der eher an nassen Schiefer und Veilchen erinnert als an warme Marmeladenfrucht. Pranzegg steht bewusst für Spannung statt Opulenz – dieser rote Südtiroler will fließen, nicht imponieren. Mit moderaten 12 % Alkohol und trockenem Ausbau ist er ein Wein für den Tisch, kein Kraftakt. Im Magnum-Format mit seinen fast zehn Jahren Flaschenruhe zeigt er zudem, dass Vernatsch durchaus reifen kann: Die Frucht tritt einen Schritt zurück, zedrige, erdige und florale Noten treten hervor.
Terroir & Herkunft
Das Weingut Pranzegg von Martin und Marion Gojer liegt oberhalb von Bozen, mit Lagen am Kohlerer Berg und auf dem Ritten. Ungewöhnlich für Südtirol: Die Weinberge sind nach Nordwesten exponiert, beschattet von Wald, durchzogen von kühlen Fallwinden. So entstehen Weine von Frische statt Fülle. Die Böden sind vulkanischen Ursprungs – Porphyr, Basalt und Granit –, die traditionelle Pergola-Erziehung schattet den Boden und bewahrt die Reife vor Überreife. Auf knapp vier Hektar Steillagen wird fast alles von Hand gemacht; Ouessant-Zwergschafe halten das Gras zwischen den Reben kurz.
Rebsorte & Vinifikation
Vernatsch (Schiava) ist die autochthone rote Seele Südtirols – hell im Glas, duftig, mit weichen Gerbstoffen. Bei Pranzegg wird seit 2009 biodynamisch gewirtschaftet, ohne synthetischen Pflanzenschutz und Kunstdünger. Im Keller gilt das Prinzip des Nicht-Eingreifens: spontane Gärung mit wilden Hefen, Ausbau in Beton und gebrauchtem Holz aus Eiche oder Kastanie, lange Reife auf der Vollhefe, keine Schönung, keine Filtration, nur minimal Schwefel vor der Füllung. Der Name „Fuori Serie“ – außerhalb der Serie – sagt es: eine kleine Auflage abseits des Üblichen.
Speiseempfehlungen
Die alpine Leichtigkeit verlangt nach Südtiroler Küche: Speck und Bergkäse, Schlutzkrapfen, geröstete Knödel oder ein einfacher Teller Wildgeräuchertes. Auch zu hellem Geflügel, gegrilltem Gemüse oder Pilzgerichten zeigt sich der Wein von seiner besten Seite. Leicht gekühlt bei 14 bis 16 Grad serviert, entfaltet das Magnum seinen Charme über einen langen Abend – am besten in guter Gesellschaft, denn 1,5 Liter sind zum Teilen gemacht.