Nuancen von Zitronen, Reineclauden, frischer Minze und Gartenkräutern, unterlegt mit feinem Gesteinsrauch und etwas Süßholz.
Geschmack
Schlank und drängend mit packender Säure, herben Zitrusnoten, Bergamotte und einem knalltrockenen, von nassem Kiesel geprägten Finale.
Charakter
Straff, spannungsgeladen und glasklar strukturiert, mit aristokratischer Haltung und frischer Lebendigkeit.
Dazu
Hervorragend zu gebratenem Zander auf Linsengemüse, Meeresfrüchten oder feinem Kalbscarpaccio.
Besonderheiten
Wächst in der legendären Monopollage Karthäuserhofberg auf eisenhaltigem Devonschiefer und wird von Hand auf steilsten biodynamischen Hängen kultiviert.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Ein helles bis mittleres Strohgelb mit brillanten Reflexen im Glas.
Nase
In der Nase zeigt sich das Große Gewächs fokussiert und vielschichtig. Es eröffnen sich Aromen von frischen Zitronen und saftigen Reineclauden, untermalt von kühler Minze sowie zarten Gartenkräutern. Eine feine Spur von Gesteinsrauch, ein Hauch von eleganter Reduktion und etwas Süßholz verleihen der Aromatik eine faszinierende Spannung.
Gaumen
Am Gaumen präsentiert sich dieser Riesling schlank, zielgerichtet und voller Energie. Eine drängende, druckvolle Apfelsäure trifft auf herbe Nuancen und erzeugt ein vibrierendes Mundgefühl von großer Klarheit. Das Geschmacksbild ist geprägt von kühler Struktur und ungestümer Rasse.
Abgang
Im Finale wirkt der Wein knalltrocken und extrem geradlinig. Nachhallende Noten von Bergamotte, erneut Minze und der kühle Eindruck von nassem Kiesel bleiben noch lange am Gaumen haften.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus dem historischen Eitelsbacher Karthäuserhofberg im kühlen Ruwertal, einer knapp 20 Hektar großen Monopollage. Der Steilhang mit bis zu 55 Prozent Neigung und Süd-Südwest-Ausrichtung ist geprägt von eisenhaltigem Devonschiefer, der den Weinen ihre straffe, schiefrige Struktur und ein faszinierendes Reifepotenzial schenkt.
Rebsorte & Vinifikation
Ein reinsortiger Riesling mit moderaten 12,0 % Vol. Alkohol. Das Gut wird von Albert Behler in siebter Generation geführt, seit 2020 bereichert Mathieu Kauffmann das Kellerteam mit meisterhaftem handwerklichem Schliff. Die Bewirtschaftung der steilsten Parzellen erfolgt in konsequenter Handarbeit und im Einklang mit der Natur.
Speiseempfehlungen
Dieser aristokratische, strukturierte Trockenwein passt hervorragend zu gebratenem Zander auf Linsengemüse, Jakobsmuscheln mit Zitronenbutter oder einer feinen Geflügelballotine mit Kräutern.
Besonderheiten
Ein meisterhaftes Großes Gewächs, das seine Strahlkraft nicht aus Lautstärke bezieht, sondern aus der faszinierenden Schnittmenge von kühler Ruwer-Finesse, puristischer Stilistik und geschichtsträchtigem Monopol-Terroir.