Abfüller: Domaine Luneau-Papin, 3 La Grangee, 44430 Le Landreau / France
Im Glas
Farbe
Intensives Strohgelb.
Aroma
Reifes weißfleischiges Obst wie Äpfel, Birnen, Quitten und Pfirsiche, ergänzt durch Noten von Muskat, Brotrinde, Hefe, Minze und nassem Stein.
Geschmack
Tief und kraftvoll mit reifer Frucht, cremigen Mandelnoten, präziser Säure, feinem Gerbstoff und ausgeprägter Steinigkeit.
Charakter
Komplex, linear und vielschichtig – vereint dichte Textur mit lebendiger Frische und erhabener Eleganz.
Dazu
Exzellent zu in geräucherter Butter geschwenktem Steinbutt, bretonischem Hummer mit Safran-Beurre-Blanc oder gebackenem Ziegenkäse.
Besonderheiten
Wächst auf Schieferböden an Reben aus dem Jahr 1936 und reift über 24 bis 36 Monate im unterirdischen Betontank auf der Feinhefe.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Ein intensives Strohgelb, das die vielversprechende Dichte im Glas bereits optisch ankündigt.
Nase
Ein eindrucksvolles Duftbild von reifem weißfleischigem Obst wie Äpfeln, Birnen, Quitten und Pfirsichen. Dahinter offenbart sich eine vielschichtige Würze aus gedörrtem Apfel, eine Nuance Muskat, frische Hefe und knusprige Brotrinde, kühl nuanciert von Minze, Flechten und feuchtem Gestein.
Gaumen
Am Gaumen zeigt sich dieser Muscadet tief, linear und mit beachtlichem Druck. Dichte Frucht trifft auf charakteristische Noten von Mandelmus, Hefe sowie bitter-frischen Apfel- und Grapefruitschalen. Die reife, lebendige Säure gibt die Struktur vor, während feinster Gerbstoff und der zarte Schmelz von Mille-feuille für Grip sorgen. Mineralisch, straff und konsequent trocken.
Terroir & Herkunft
Stammt aus dem Clos des Noëlles im Dorf La Chapelle-Heulin (Lage La Plécisière). Die Parzellen gehören zum Cru Communal Goulaine und sind von Böden aus Schiefer und Glimmerschiefer geprägt. Die 1936 gepflanzten Reben zählen zu den ältesten der gesamten Nantais-Region und ziehen intensive Mineralität aus dem Schiefergestein.
Rebsorte & Vinifikation
Reinsortiger Melon de Bourgogne aus biodynamischem Anbau (Demeter- und Biodyvin-zertifiziert). Nach der manuellen Lese und schonender Pressung erfolgt die Spontanvergärung mit wilden Hefen. Der Wein reift 24 bis 36 Monate auf der Feinhefe in unterirdischen, glasausgekleideten Zement-Cuves ohne Umfüllen – ein geduldiger Ausbau, der Textur vor vordergründige Frucht stellt.
Speiseempfehlungen
Exzellent zu in geräucherter Butter geschwenktem Steinbutt mit Mandel-Sesam-Kruste oder bretonischem Hummer auf Erbsencreme und Kartoffelpüree mit Safran-Beurre Blanc. Auch köstlich zu einem Zucchini-Soufflé mit gebackenem Käse.
Besonderheiten
Die Krone des Hauses Luneau-Papin: Rebstöcke mit fast einem Jahrhundert auf dem Buckel treffen auf eine lange Reife auf der Feinhefe. Dieser Monumental-Muscadet beweist eindrucksvoll das Reifepotenzial der Rebsorte und kann mühelos zehn bis fünfzehn Jahre im Keller reifen.