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Valentini

The hilltop town of Loreto Aprutino in Abruzzo, home of the Valentini estate

There are estates one reveres for their wines. And then there is the Valentini estate in Loreto Aprutino, which one reveres equally for the wines it never even bottles. The family has farmed the same hillside in Abruzzo since the mid-17th century; Edoardo Valentini established its worldwide reputation, and today his son Francesco Paolo and grandson Gabriele carry on his legacy. Their Trebbiano d'Abruzzo ranks among the greatest white wines of Italy – yet only the uncompromising pinnacle of each harvest is bottled, and in weaker years nothing at all. Currently available from us: their equally sought-after native olive oil from the groves surrounding Loreto Aprutino.




Mehr über Valentini

Seit 1650 auf demselben Hügel

In Loreto Aprutino, einem Städtchen aus terrakottaroten Dächern über dem Tal des Tavo, sitzt die Familie Valentini seit dem frühen 17. Jahrhundert; Wein keltert sie hier nachweislich seit 1650 – das macht das Gut zu einem der ältesten der Weinwelt. Zur Legende wurde der Name unter Edoardo Valentini (1933–2006), einem studierten Juristen, der sich jedem Modernisierungsdruck verweigerte und den Trebbiano d’Abruzzo im Alleingang in den Rang eines Weltweins hob. Heute führen sein Sohn Francesco Paolo, dessen Frau Elèna und Enkel Gabriele das Werk fort – leiser, aber mit demselben Starrsinn.

Trebbiano-d'Abruzzo-Trauben an einer alten Rebe

Der König des Trebbiano

Francesco Paolos Credo ist schlicht: „Die eigentliche Arbeit passiert im Weinberg – im Keller tue ich wenig.” Alle Weine vergären spontaneous mit ihren eigenen Hefen und reifen in großen, alten Holzfässern, ohne Schönung. Das Ergebnis ist ein Trebbiano d'Abruzzo von fast mythischer Tiefe und Langlebigkeit, der Jahrzehnte überdauert – der Jahrgang 2010 war der erste Weißwein überhaupt, dem der Weinführer „Espresso” die vollen 20 von 20 Punkten zusprach. Daneben stehen ein dichter, alterungsfähiger Montepulciano d’Abruzzo und ein Cerasuolo, der die Gattung Rosé ungewohnt ernst nimmt.

Hügellandschaft der Abruzzen mit Weinbergen und Olivenhainen bei Città Sant'Angelo

Was nicht gut genug ist, wird verkauft

Hier liegt das eigentliche Geheimnis – und die schönste Anekdote: Die Valentinis besitzen weit mehr Reben, als je unter ihrem Etikett erscheinen. Nur die allerbeste Auslese jeder Ernte wird abgefüllt; der gesamte Rest, oft die überwältigende Mehrheit, geht als Fasswein weg. Genügt ein Jahrgang den Ansprüchen nicht, entsteht schlicht kein Valentini – ganze Jahrgänge verschwinden. Diese radikale Selbstbeschränkung ist der Grund, warum die Weine rar, teuer und unter Sammlern Kult sind. Die kompromisslose Abruzzen-Haltung teilen nur wenige – die zweite große Legende der Region, Emidio Pepe, etwa, oder, eine Winzergeneration jünger und biodynamisch, Francesco Cirelli.

Auch das Öl ist Legende

Loreto Aprutino ist nicht nur Wein-, sondern eines der großen Olive oil-Dörfer Italiens – mitten im Ort steht eigens eine „Oleoteca Regionale”. Entsprechend ernst nehmen die Valentinis ihre Olivenhaine: Ihr natives Olivenöl extra ist so gesucht wie die Weine und in manchen Jahren leichter zu bekommen. Aktuell lieferbar ist das Olio Extra Vergine di Oliva LVI.25 – ein dichtes, grünes Öl, das vom selben Anspruch erzählt wie alles, was diesen Namen trägt.

Bilder: Loreto Aprutino (Villa dei Ligustri, CC BY-SA 3.0), Trebbiano d’Abruzzo (Peter Forster, CC BY-SA 2.0), Abruzzen-Hügel bei Città Sant’Angelo (Luca Aless, CC BY-SA 4.0) – via Wikimedia Commons.

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