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Jahrgang 2024

Der Jahrgang 2024 fällt je nach Region unterschiedlich aus. Unsere Jahrgangstabelle stuft Champagne, weißen Burgund, deutschen Riesling, Österreich und Spanien als gut ein, roten Burgund als durchwachsen, während Barolo, Brunello und beide Rhône-Hälften vorerst offen bleiben. An der Rhône war es im Norden das nasseste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, der Mehltaudruck erzwang zwölf bis sechzehn Behandlungen, und die Erträge blieben bei 37 Hektoliter je Hektar, in Hermitage bei 28. Im Süden verrieselte erneut der Grenache, Châteauneuf-du-Pape erreichte knapp unter 25 Hektoliter, den niedrigsten Wert seit 2018. Die Weine gelten als frisch und moderat im Alkohol, im Süden ungleichmäßiger als 2023, aber mit Substanz für die Lagerung. In der Champagne forderte schwerer Falscher Mehltau, vor allem in der Côte des Bar, 46 Prozent des Ertrags gegenüber 2023, bis zehn Sonnentage im September die Ernte retteten; die gebliebenen Trauben zeigen gute Balance und Säure, der Stil erinnert an die 1990er Jahre.

Den Bestand des Jahrgangs prägen Burgund, Pfalz, Roussillon, Baden, Elsass und Toskana, Weißwein überwiegt, Rotwein folgt. Mit mehreren 2024ern vertreten sind aus dem Burgund Rémi Jobard und Thomas Morey, aus der Pfalz Christmann und Ökonomierat Rebholz, aus dem Roussillon Matassa und aus Baden Franz Keller. Das Stöbern lohnt sich vor allem dort, wo der Jahrgang gut ausfiel, also bei weißem Burgund und deutschem Riesling.

Nachbarjahrgänge: 2022 · 2023 · 2025

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