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Attis Bodegas y Vinedos

Zunächst wollen wir die Region Rias Baixas klimatisch und geografisch klar vom Eindruck des heißen, trockenen Spaniens freisprechen. Hier in der Heimat des Weinguts Attis ist der Norden Spaniens an der Atlantikküste oft wild, rau und deutlich grüner. Wir befinden uns nördlich von Portugal, in Galizien. Die Region Rias Baiaxas unterteilt sich in verschiedene Täler. Das Heimatdorf der Bodega Attis, Meaño, liegt im Val de Salnes, welches als das beste Terroir in der Gegend gilt.

Die Natur dort ist von Blau- und Grüntönen geprägt. Trockene, aber nicht heiße Sommer treffen auf regnerische, kühle Winter. Die Weinberge liegen auf 400 Metern über der Meeresnull. Um Frost und Schnee muss sich aber auch niemand sorgen. Die Böden sind sandig mit geringem Lehmanteil und weisen zum Teil Granitgestein auf. Säure kann sich also hervorragend entwickeln. Der nahe Atlantik wirkt als mäßigender Klimafaktor, liefert aber vor allem kühle Winde. Kein Wunder, dass die Region von Weißweinrebsorten geprägt ist und die Roten eher schlank und straff daherkommen. Auch das untermauert klar die Abgrenzung von vielen Teilen Spaniens, in denen die Rotweine über Kraft und Konzentration kommen. Betrachtet man die Küche Galiziens und die Vielfalt der Meeresfrüchte vor Ort, wundert es nicht, dass eher ein leichter frischer Stil bei allen Weinen gefragt ist.


Mehr über Attis Bodegas y Vinedos

Attis Bodegas y Vinedos: Das ist Umwelt, gekoppelt mit der Tradition und Know-how, die seit drei Generationen vererbt
werden und die das Wesen der Weine ausmachen: authentisch, handwerklich und atlantisch.

Traditionell haben viele Familien Weinberge im Nebenerwerb als Hobby betrieben und neben dem Eigenbedarf vor allem die Bedürfnisse der Genossenschaften gedeckt. Diese Strukturen brechen gerade auf und Galizien etabliert sich als eine kleinparzellierte Heimat echter Charakterweine.

Albariño & mehr

In Galizien dominiert die Boom-Rebsorte Albariño und stellt 97% der Fläche. Umso mehr sollte man das Bestreben von Attis hervorheben neben dem Exportschlager auch den anderen, regionalen Rebsorten eine Bühne zu bieten.

Die Bodegas Attis rund um den verantwortlichen Winzer Robustiano Fariña legen großen Wert auf Traditionen und autochthone Rebsorten. Unterstützt wird er von Jean Francoise Hebrard, den manch einer über das Kult-Weingut Quinta de la Quietud im Toro kennen mag. Auf den nur fünf Hektar Rebfläche werden neben dem obligatorischen Albariño weitere Sorten wie Sousòn und Espadeiro angebaut. Pinot Meunier, den man eher im Champagner oder als Schwarzriesling in Württemberg kennt, stellt hier eine absolute Rarität dar. Das Gespann legt neben Tradition auch großen Wert auf Innovation. So werden aus den heimischen Rebsorten nicht nur atlantisch-kühle Weine gewonnen, man geht gar an die Grenzen des Machbaren. Ein Highlight ist der Embaixador, der in der Flasche unter Wasser im Atlantik reifen darf. Die Weißweine mit ausgedehntem Maischekontakt sind hervorragende Beispiele dieser Stilistik.
Die Rotweine aus den genannten, raren Rebsorten kann man eher mit einem Pinot Noir vergleichen und gehören klar zu der rassigen, schlanken Gattung.

Geschrieben am 13.12.2020, Copyright Marian Henß und Lebendige Weine