Verkostungsnotiz
Aligoté von einem Gut, dessen Ruf auf Vosne-Romanée-Pinot fußt? Gerade das macht diesen Weißen reizvoll: Sophie Noëllat und Arnaud Sirugue, die seit 2023 das zwölf Hektar umfassende Sirugue-Erbe gemeinsam führen, beweisen hier, dass ihr Händchen für Finesse auch der zweiten weißen Burgunderrebsorte zugutekommt. Helles Strohgelb im Glas, kühl vergoren, leichtfüßig bei 12,5 Prozent – ein Wein für Terrasse, Tisch und laue Abende.
- Farbe & Aussehen
- Helles Strohgelb, klar und glänzend.
- Nase
- Frisch und kühl vergoren wirkend: Apfel und Nashibirne, dazu Zitrusfrüchte und ein Hauch leicht exotischer Noten.
- Gaumen
- Lebendig und straff, mit grüner bis gelber Fruchtaromatik. Die Säure ist präsent, aber seidig eingebunden; die Textur erstaunlich samtig für einen Aligoté. Trocken, unkompliziert, ein echter Publikumsliebling.
- Abgang
- Frisch und zitrusbetont, mit schöner Länge und sauberem, kühl-mineralischem Nachhall.
- Terroir & Herkunft
- Das Gut sitzt am Place de la Maire 5 in Vosne-Romanée, im neuen Chai unterhalb der Domaine Anne Gros. Die Böden der Côte de Nuits – Kalkstein und roter Ton – prägen auch den Weißwein-Stil des Hauses. Seit 2018 steht Weißwein fest im Sortiment.
- Rebsorte & Vinifikation
- Aligoté, die traditionelle zweite Weißweinrebsorte des Burgunds. Kühl vergoren, was die frische, fruchtige Aromatik bewahrt – ganz im Sinne des Hauses, das bei aller Technik auf Frische und Feinheit setzt.
- Speiseempfehlungen
- Klassisch zu Geflügelleber und Meeresfrüchten, großartig zu Austern und Gegrilltem Fisch. Auch als Aperitif oder zu einem Ziegenkäse aus dem Burgund eine sichere Wahl.
- Besonderheiten
- Hier trifft burgundisches Winzererbe auf eine oft unterschätzte Rebsorte: Das Paar, dessen Parzelle Les Barreaux direkt an Henri Jayers legendären Cros Parantoux grenzt, macht auch beim Aligoté keine halben Sachen. Das Ergebnis: ungewöhnlich seidige Textur für diese sonst eher kantige Sorte.





