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Col d'Orcia
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Ampeleia
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Bakkanali
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Brizio
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Corzano e Paterno
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Duemani
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Le Boncie
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Le Chiuse
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Le Masse
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Pian Dell'Orino
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Salicutti
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Soldera
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Tenuta di Carleone
Auf den kargen Galestro- und Alberese-Böden zwischen Florenz und Siena wächst Sangiovese, der Kirsche, Veilchen und eine rassige Säure ins Glas bringt, während an der Küste der Maremma Cabernet Franc und Syrah in mediterraner Wärme reifen. Die Toskana verbindet diese beiden Welten: den Chianti Classico der Hügel, den Brunello aus Montalcino und die freien IGP-Weine der Küste. Bei Col d’Orcia in Montalcino, dem größten biologisch zertifizierten Gut der Region, reift Sangiovese im UNESCO-Weltkulturerbe Val d’Orcia. Duemani bei Riparbella arbeitet Demeter-zertifiziert und zeigt, welche Kraft biodynamischer Cabernet Franc entfalten kann. Wer Biowein aus der Toskana sucht, findet hier dreizehn Erzeuger von der Maremma bis Montalcino.
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Chianti Classico, Brunello und die freien IGP-Weine
Der Chianti Classico liegt zwischen Florenz und Siena auf Galestro und Alberese, einem brüchigen Schiefer- und Kalkgestein, das dem Sangiovese seine straffe Tanninlinie gibt. Südlich davon thront Montalcino über dem Val d’Orcia; hier darf der Brunello di Montalcino nur aus Sangiovese gekeltert werden und reift Jahre im großen Holzfass, während der Rosso di Montalcino denselben Herkunftsstolz früher trinkbar zeigt. An der Küste der Maremma um Riparbella gelten die Regeln der Costa Toscana IGP, die Cabernet Franc, Syrah und Grenache erlaubt. Dazwischen wächst auf dem erloschenen Vulkan Monte Amiata in bis zu 850 Metern Höhe Sangiovese von fast kühler Art.
Montalcino: Sangiovese auf Mergel und Fossilien
Die Böden Montalcinos wechseln von fossilreichem Mergel im Süden zu kühleren Kalklagen im Norden, und genau diese Unterschiede lesen sich in den Weinen. Col d’Orcia bewirtschaftet 142 Hektar biologisch zertifiziert; Schafe und Ziegen weiden zwischen den Rebzeilen, und die Riserva Poggio al Vento aus der windigen Einzellage entsteht nur in großen Jahren. Podere Salicutti war das erste biozertifizierte Gut der Appellation und keltert aus den drei Lagen Teatro, Piaggione und Sorgente reinsortige Brunelli von transparenter Rubinfarbe und seidigem Tannin. Bei Le Chiuse am Nordrand wachsen Reben aus der Massalselektion jenes Sangiovese-Grosso-Klons, den die Familie vor Generationen selbst auslas; der Brunello di Montalcino DOCG 2020 duftet floral und kräuterwürzig, mit präziser Tanninspannung. Pian Dell’Orino arbeitet direkt neben Biondi-Santi streng biodynamisch, und ein Rebstock ergibt dort gerade eine Flasche.
Chianti Classico von oben und ein Vulkan im Süden
Auf 700 Metern bei Radda keltert Sean O’Callaghan für die Tenuta di Carleone Chianti Classico von elektrisierender Frische, fußgestampft und teils mit ganzen Trauben vergoren; der reinsortige Il Guercio zeigt leuchtende Kirschfrucht und samtige Eleganz. Fattoria Le Masse in Barberino Val d’Elsa vergärt alte Sangiovese-Reben ohne Temperaturkontrolle und lässt den maischevergorenen Camporella Orange in Amphoren reifen. Corzano e Paterno führt einen Mischbetrieb mit 600 Schafen, der neben Käse und Olivenöl den delikaten Sangiovese I Tre Borri hervorbringt. Ganz im Süden liegt Bakkanali am Monte Amiata auf Kalk, Schiefer und vulkanischen Silikaten; die biologisch bewirtschafteten Weine tragen die Kühle der Höhenlage mit lebendiger Säure und einer fast blutartigen Mineralität.
Biowein Toskana: von der Maremma bis Montalcino
Was Biowein aus der Toskana auszeichnet, ist die Dichte an Betrieben, die ökologischen Anbau nicht als Zusatz, sondern als Grundlage verstehen. Duemani bei Riparbella arbeitet Demeter-zertifiziert und baut mit dem reinsortigen Cabernet Franc Duemani einen Wein von monumentaler Kraft, dunklen Beeren und tiefer Würze, der die Maremma neu definiert. Ampeleia in der Alta Maremma zeigt mit dem Bianco di Ampeleia aus Trebbiano, Malvasia und Ansonica einen strukturierten Orange Wine. Wer die Jahrgänge dieser Weine einordnen möchte, findet Orientierung in der Jahrgangstabelle. Alle lieferbaren Weine der toskanischen Erzeuger stehen oben in der Liste.


















