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Salicutti

Eine türkise Glassäule durchbricht den toskanischen Weinkeller – Architektur trifft auf 60 Millionen Jahre alten Mergelstein. Podere Salicutti in Montalcino verbindet seit 1990 biologischen Weinbau mit unkonventioneller Ästhetik. Sabine und Felix Eichbauer führen das erste biozertifizierte Weingut der Region mit der Präzision einer Architektin und der Gastronomie-Erfahrung ihrer legendären Tantris-Familie. Auf 4,5 Hektar entstehen Brunelli, die als „Holy Grail of Sangiovese purity“ gelten.
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Von München nach Montalcino: Tantris trifft Toskana
2016 wagten Sabine und Felix Eichbauer aus München den Sprung ins toskanische Weingeschäft. Ihre Familie hatte bereits Gastronomieerfahrung: 1971 gründete Felix‘ Vater Fritz das legendäre Restaurant Tantris mit Eckart Witzigmann – eine Revolution der deutschen Sterneküche. Diese Präzision und der Blick fürs Detail prägen heute auch die Weinberge von Montalcino. Sabine, von Beruf Architektin, renovierte 2018 das gesamte Anwesen und hinterließ ihre moderne Handschrift: Eine türkise Glassäule des römischen Architekten Massimiliano Fuksas durchsticht den traditionellen Weinkeller.

Biodynamie-Pionier mit 60 Millionen Jahre altem Fundament
Schon 1996 erhielt Salicutti als erstes Weingut Montalcinos die Bio-Zertifizierung. Seit 2022 arbeiten die Eichbauers komplett biodynamisch nach Demeter-Richtlinien und sind stolze Mitglieder im exklusiven respekt-BIODYN Verband mit nur 36 europäischen Winzern. Jan Erbach vom Nachbarweingut Pian dell’Orino begleitet persönlich diese Umstellung. Die 4,5 Hektar Rebfläche ruhen auf 60 bis 80 Millionen Jahre altem Mergelstein – kalkhaltige Marne-Böden, die der Sangiovese liebt. Esel grasen zwischen Olivenbäumen, Bienen summen durch den Obstgarten, während Hühner zwischen den Rebzeilen picken.
Drei Lagen, drei Persönlichkeiten
Die Einzellagen erzählen unterschiedliche Geschichten: Teatro auf 520 Metern Höhe ist Sabines Liebling – die kühlste, spätreifende Südlage liefert die Trauben für den eleganten Brunello di Montalcino Teatro Riserva 2019. Piaggione hingegen erobert Felix‘ Herz: Die fossil-reichen, kalkhaltigen Böden in Ost-Südost-Exposition schaffen die Basis für den kraftvollen Brunello di Montalcino Piaggione 2020. Sorgente komplettiert das Trio mit schweren Böden auf 450 Metern – hier entsteht der Brunello di Montalcino Sorgente 2020 mit seiner charakteristischen Späte.

Intensive Gardening und pure Sangiovese-Philosophie
„Das Land war vor uns da; es nährt nun unsere Reben, und es wird hier sein, wenn wir fort sind“ – diese Demut prägt das intensive Gardening der Familie. Jeden Rebstock kennen sie persönlich, jede Traube wird von Hand selektiert. Kellermeister Gianni Fabbri vinifiziert ausschließlich Sangiovese zu etwa 15.000 bis 20.000 Flaschen pro Jahr. Das mediterrane Klima, 35 Kilometer vom Tyrrhenischen Meer entfernt, und die penible Handarbeit schaffen jene Sangiovese-Reinheit, die Monika Larner von Robert Parker’s Wine Advocate zum „Holy Grail“ erklärte. Moderne Architektur, Münchner Präzision und toskanische Tradition verschmelzen zu Brunelli von kompromissloser Klarheit.











