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Corzano e Paterno

600 Schafe der sardischen Rasse wandeln zwischen Olivenbäumen und Reben – das ist kein Bilderbuch-Idyll, sondern Alltag bei Corzano e Paterno. Familie Gelpke-Goldschmidt bewirtschaftet hier seit über 50 Jahren einen ungewöhnlichen Mischbetrieb: Auf 140 Hektar entstehen nicht nur klassische Chiantis aus handverlesenen Sangiovese-Trauben, sondern auch 13 verschiedene Käsesorten und erstklassiges Olivenöl. Önologin Arianna Gelpke und Agronom Aljoscha Goldschmidt setzen auf biologischen Anbau und doppelte Handlese. Das Ergebnis sind elegante, delikate Weine wie der saftige Chianti Terre di Corzano oder der komplexe I Tre Borri – Sangiovese in seiner schönsten toskanischen Form.
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Wo Schafe die besten Weinbergshelfer sind
Das Besondere an Corzano e Paterno liegt in der bewussten Vielfalt: Von 140 Hektar Gesamtfläche sind nur 17 Hektar mit Reben bestockt. Der Rest gehört 4.000 Olivenbäumen, Weideland und den 600 Schafen der sardischen Rasse, die als natürliche Landschaftspfleger fungieren. Sie beleben die Weinberge, düngen auf natürliche Weise und sorgen für lebendige Biodiversität. Diese ungewöhnliche Kombination macht das Gut zu einem der authentischsten Mischbetriebe der Toskana – lange bevor Nachhaltigkeit zum Modewort wurde.

Familie Gelpke-Goldschmidt: Schweizer Präzision trifft toskanische Seele
Wenn Önologin Arianna Gelpke und Betriebsdirektor Aljoscha Goldschmidt durch die Weinberge gehen, wird schnell klar: Hier arbeiten zwei Profis, die ihre Hausaufgaben gemacht haben. Arianna sammelte Erfahrungen bei Isole e Olena und Lodovico Antinori, bevor sie 2005 den Keller übernahm. Aljoscha, ausgebildet an der renommierten Weinbauschule Wädenswil, bringt als Agronom die nötige Präzision in Weinberg und Kellerei. Ihre doppelte grüne Ernte und die zweifache Sortierung der handverlesenen Trauben zeigen: Qualität entsteht im Detail. Das Ergebnis sind Weine wie der Chianti Terre di Corzano – saftig, lebendig und mit der ganzen Eleganz des Sangiovese.
Böden aus der Urzeit, Weine für heute
300 Meter über dem Meeresspiegel ruhen die Reben auf kalkhaltig-tonreichen Böden mit Kieseln – Relikte eines ehemaligen Meeresbodens. Diese geologische Besonderheit, kombiniert mit biologischem Anbau und dem Einsatz gebrauchter Barriques, prägt den Charakter der Weine. Der I Tre Borri, das Flaggschiff aus 100% Sangiovese, wird nur in besten Jahren produziert und zeigt die ganze Raffinesse der Toskana. Wie Stephen Tanzer treffend bemerkte: „Die Weine von Aljoscha Goldschmidt sind leicht ebenbürtig mit vielen berühmten Namen innerhalb der Chianti Classico Zone.“ Andere biologisch arbeitende Weingüter der Region wie Tenuta di Carleone teilen diese Philosophie der terroir-betonten Sangiovese-Vinifikation.

Von unbeschwert bis komplex: Die Wein-Palette
Die Bandbreite reicht vom unkomplizierten Corzanello Bianco bis zum vielschichtigen I Tre Borri. Die Corzanello-Linie (Bianco, Rosato, Rosso) steht für unbeschwerten Trinkgenuss mit mediterranem Charme – perfekt für die Terrasse. Der Chianti Terre di Corzano DOCG zeigt Sangiovese in seiner klassischen Form: saftig, lebendig und zugänglich. Wer Tiefe sucht, findet sie im I Tre Borri, der nur in außergewöhnlichen Jahrgängen aus den besten Parzellen entsteht. Bei einer jährlichen Produktion von nur 75.000 Flaschen bleibt jeder Wein ein sorgfältig gehütetes Stück toskanischer Weinkultur.









