Alle 19 Ergebnisse werden angezeigt
Col d'Orcia

Der Name Santiago ist auf dem Jakobsweg entstanden – dort wurde er 1994 gezeugt, wie sein Träger gern erzählt. Heute führt Santiago Marone Cinzano gemeinsam mit seinem Vater Francesco eines der bedeutendsten Brunello-Weingüter Italiens: Col d’Orcia in Montalcino. 142 Hektar Reben im UNESCO-Weltkulturerbe Val d’Orcia, davon 108 Hektar Brunello – nur zwei Güter in der Region besitzen mehr. Seit 2010 ist Col d’Orcia das größte zertifiziert biologische Weingut der Toskana. Schafe und Ziegen weiden zwischen den Rebzeilen, Kompost aus eigenem Kreislauf nährt die Böden. Wine Enthusiast kürte das Gut zum Environmental Advocate of the Year 2025.
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Poggio al Vento Brunello di Montalcino Riserva DOCG 2015 3000ml Doppel-Magnum
525,00 €Inkl. MwSt. wo zutreffend -
-
Poggio al Vento Brunello di Montalcino Riserva DOCG 2016 1500ml Magnum
237,00 €Inkl. MwSt. wo zutreffend -
-
Mehr über Col d'Orcia
Vom Vermouth-Imperium zum Sangiovese
Die Geschichte beginnt nicht in der Toskana, sondern in Turin. Die Cinzanos bauten dort ab 1757 ein Vermouth-Imperium auf, dessen Leuchtreklame am Piccadilly Circus prangte. 1973 kaufte Graf Alberto Marone Cinzano das Weingut Sant’Angelo in Colle und gab ihm den Namen Col d’Orcia – Hügel über dem Orcia, dem Fluss, der die südwestliche Grenze des Brunello-Gebiets markiert. Damals standen hier nur wenige Hektar Reben. Heute zählt das Gut zu den Top-Drei der Region. Der Brunello di Montalcino reift in großen slawonischen Eichenfässern – traditionell, nicht modisch.

Poggio al Vento: Wenn der Wind richtig steht
Die Lage Poggio al Vento – der windige Hügel – liefert die Trauben für den Poggio al Vento Riserva, Col d’Orcias Flaggschiff. Nur in großen Jahren wird er produziert, dann aber mit Wucht: Wine Spectator, Wine Enthusiast und James Suckling überbieten sich regelmäßig mit Punkten. Der Sangiovese zeigt hier seine strenge Seite – Kirsche, Leder, mediterrane Kräuter, eine Tanninstruktur, die Jahrzehnte überdauert. Wer Geduld hat, wird belohnt.
Der Rosso, der eine DOC begründete
Col d’Orcia war maßgeblich daran beteiligt, den Rosso di Montalcino als eigenständige DOC zu etablieren. Kein kleiner Brunello, sondern ein eigenständiger Wein: früher trinkbar, zugänglicher, aber mit derselben Herkunftspräzision. Daneben experimentiert das Gut erfolgreich mit Cabernet Sauvignon (Olmaia), Merlot-Blends und dem süßen Moscadello Pascena. Wer Brunello sucht, findet hier auch die Nebenstraßen.

Erbe und Aufbruch
Santiago Marone Cinzano kehrte 2017 ins Weingut zurück und ehrte die Familiengeschichte mit einem eigenen Wein: CMC LOT.1 Conti Marone Cinzano – ein Brunello, der den Dynastienamen trägt. Der Slow Wine Guide verlieh Col d’Orcia den SNAIL Award 2023 für nachhaltigen Weinbau. 530 Hektar Gesamtfläche, die Hälfte davon Wald, dazu Olivenhaine mit 400 Jahre alten Bäumen. Ähnlich kompromisslos arbeitet Salicutti nur wenige Kilometer entfernt in Montalcino – ein Nachbar im Geiste, der Brunello auf höchstem Niveau produziert.

















