Zum Inhalt springen

Wachau

58 Weine

Alle Filter
58 Weine Alle Filter

Zwischen Melk und Krems hat sich die Donau durch das Urgestein des Böhmischen Massivs gegraben, und an den Hängen über dem Fluss stapeln sich Trockensteinmauern zu Terrassen, auf denen Riesling und Grüner Veltliner wachsen. Wein aus der Wachau lebt von einem Wechselspiel der Luftströme: Tagsüber zieht pannonische Wärme aus dem Osten durch das Tal, nachts fällt kühle Luft aus dem Waldviertel herab, und die Trauben reifen langsam zu Weinen mit straffer Säure und steiniger Tiefe. Unsere Wachauer Weine stammen alle vom Nikolaihof in Mautern, dem ältesten Weingut Österreichs, das seit 1971 biodynamisch arbeitet, und reichen vom leichten Federspiel bis zu Smaragden und Archivjahrgängen, die viele Jahre im großen Holzfass gereift sind.




Mehr über Wachau

Wein aus der Wachau: Gneis, Löss und Terrassen über der Donau

Die Wachau ist ein enges Durchbruchstal. Auf der Nordseite der Donau steigen die Hänge steil an, und nur Trockensteinmauern halten die dünne Krume aus verwittertem Gneis und Amphibolit fest. Weiter unten und an den flacheren Hängen liegt Löss, ein feiner, kalkhaltiger Windstaub aus der Eiszeit, der Wasser speichert und den Reben auch in trockenen Sommern Reserven gibt. Die Donau wirkt als Wärmespeicher, die Felsen geben tagsüber gesammelte Hitze an die Reben zurück, und die kühlen Fallwinde aus dem Waldviertel sorgen für große Unterschiede zwischen Tag und Nacht. Die Terrassenlandschaft ist UNESCO-Welterbe, gearbeitet wird in den Steillagen fast nur von Hand.

Steinfeder, Federspiel, Smaragd: die Reifestufen der Wachau

Die Winzer der Wachau haben eigene Namen für die Reifegrade ihrer trockenen Weine geschaffen. Steinfeder bezeichnet die leichtesten Weine bis 11,5 % Vol., benannt nach einem Gras, das auf den Terrassen wächst. Federspiel liegt zwischen 11,5 und 12,5 % Vol. und steht für elegante, rassige Weine. Smaragd, benannt nach der grün schillernden Eidechse, die sich auf den warmen Mauern sonnt, meint die kraftvollsten Weine ab 12,5 % Vol. aus vollreifen Trauben. Wer sich für Wachauer Wein interessiert, liest an diesen drei Begriffen schon auf dem Etikett ab, welche Fülle ihn im Glas erwartet.

Grüner Veltliner und Riesling vom Weingebirge bis zum Steiner Hund

Die beiden wichtigsten Rebsorten der Wachau teilen sich die Hänge nach dem Boden. Grüner Veltliner fühlt sich auf Löss und tieferen Böden wohl und bringt dort grünen Apfel, weißen Pfeffer und eine würzige, cremige Mitte hervor. Riesling sucht das karge Urgestein der oberen Terrassen und antwortet mit Pfirsich, Zitrus und einer salzigen, kristallinen Säure. Die Lage Im Weingebirge in Mautern mit Paragneis und Löss zeigt diese Verbindung im Im Weingebirge Grüner Veltliner Smaragd trocken 2020. Auf der anderen Donauseite bei Stein liegen Vom Stein und der steile Steiner Hund, dessen Gneis- und Glimmerschieferterrassen Rieslinge von großer Langlebigkeit hervorbringen, etwa den Steiner Hund Riesling trocken 2019. Daneben pflegt die Wachau Neuburger, Gelben Muskateller und Weißburgunder.

Nikolaihof in Mautern: Biodynamie seit 1971 und ein Keller mit langem Atem

Der Nikolaihof liegt in Mautern am Südufer der Donau, und seine Keller gehen auf römische Gewölbe zurück. Die Familie Saahs bewirtschaftet ihre Weinberge seit 1971 biodynamisch nach Demeter und gehört damit zu den Pionieren dieser Arbeitsweise. Kompost, Präparate und der Rhythmus des Jahres prägen die Arbeit im Weinberg, im Keller reifen die Weine in großen Holzfässern, manche über viele Jahre, bevor sie als späte Füllungen erscheinen. So finden sich bei uns frische Federspiele aus dem jüngsten Jahrgang neben gereiften Smaragden, Vinothek-Rieslingen und den maischevergorenen Weinen der Linie semicolon, die in einem ungeschminkten, naturnahen Stil ausgebaut sind. Alle diese Weine sind bei uns lieferbar.

de_DEDE