Nota de cata
- Color y aspecto
- Dunkles Granatrot mit violetten Reflexen und fast schwarzem Kern – ein Wein, der schon im Glas ankündigt, dass es ernst wird.
- Nariz
- Volle, dunkle Frucht voraus: Brombeere, Maulbeere, vollreife Zwetschge und Schwarzkirsche. Dahinter eine würzige zweite Ebene aus Sandelholz, Unterholz, hellem Tabak, schwarzem Pfeffer und Lakritz, dazu eine leise rauchige Note. Dunkel, schattig, einladend zugleich.
- Boca
- Der Antrunk gehört der Würze: dunkle Schokolade, Espressocrema und Tabak, gebettet in ein engmaschiges, flauschiges Tannin mit einer Textur wie Pannesamt. Die Frucht ist herb konturiert, fast schwarz im Extrakt, die reife Säure tritt mit noblem Understatement im Hintergrund auf. Kraft ohne Schwere – hier zahlt sich die behutsame Extraktion am Weingut aus.
- Final
- Lang, fruchtig-herb, mit deutlichem Nachhall – ein Finale, das eher nachdenklich als laut ist.
- Terroir y origen
- Die Trauben stammen aus den Lagen Manincor und Panholzerhof, zwei nach Südosten ausgerichtete Weinberge auf rund 250 Metern mit freiem Blick über den Kalterer See. Kräftige, sandige Lehmböden, durchzogen von Kalkschotter und glazialem Gestein, geben der Cuvée Struktur und Tiefe.
- Variedad y vinificación
- Eine Cuvée aus Lagrein, Cabernet Sauvignon und Merlot – Südtiroler Herkunft trifft bordeauxische Idee, ganz in der Tradition des Hauses. Die Partien wurden separat vinifiziert, teils spontan mit traubeneigenen Hefen, vergoren in Holz-, Beton- und Edelstahlbottichen. Zehn Tage sanfte Mazeration, nur einmal täglich untergetauchter Tresterhut – das Ziel: filigrane Tannine. Zwölf Monate Ausbau in Holzfässern verschiedener Größen.
- Maridajes
- Ein Wein für geschmorte Lammkeule mit Kräutern, Rinderfilet in Rotweinjus oder Wildragout mit Pilzen. Auch zu gereiftem Hartkäse und einem Abend ohne Eile eine verlässliche Wahl.
- Particularidades
- Manincor – „Hand aufs Herz“ – arbeitet seit 2005 biodynamisch, das gesamte Sortiment ist Certificado Demeter. Michael Graf Goëss-Enzenberg und Gutsdirektor Helmuth Zozin verbinden alpine Frische mit burgundischer Eleganz. Der Il Conte zeigt das eindrucksvoll: die Reife des Südens, gebremst von der Kühle der Alpen – und ein Tannin, das man eher streichelt als bezwingt.




