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Muskateller

Muskateller Traube – Historisches Aquarell aus Viala & Vermorel Ampélographie (1901)

Auch bekannt als: Muscat blanc à petits grains (Frankreich), Gelber Muskateller (Österreich), Moscato Bianco (Italien), Moscatel de grano menudo (Spanien)

Muskateller ist die einzige Rebsorte, deren Wein tatsächlich nach Traube schmeckt. Keine andere Sorte hat dieses unverkennbare Aroma: Holunderblüte, Rosenblatt, Orangenzeste, Muskatnuss. Schon der Name verrät es – obwohl die Etymologie umstritten ist: Moschusduft oder schlicht das griechische Wort für Wein?

Die Familie der Muskateller-Sorten ist verzweigt. Der edelste Vertreter ist der Muscat blanc à petits grains – kleine Beeren, intensive Aromen, hohe Säure. In Südfrankreich entsteht daraus der süße Muscat de Beaumes-de-Venise, im Elsass trockener Muscat d’Alsace. In Österreich heißt er Gelber Muskateller und zeigt sich knackig-frisch in der Südsteiermark.

Matassa im Roussillon arbeitet mit alten Muscat-Reben in extremen Höhenlagen – die Weine sind trocken, straff, alles andere als parfümiert. Zind-Humbrecht zeigt im Elsass die ganze Bandbreite vom trockenen Goldert bis zum süßen Vendange Tardive. In der Steiermark führt Tement vor, wie elegant und mineralisch Gelber Muskateller sein kann.

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