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Hubert Lignier

Su una delle etichette più ambite della maison campeggia un'annata in cifre romane: MCMLV – 1955. Da tanto tempo affondano le radici le viti da cui la Domaine Hubert Lignier vinifica il suo più celebre Clos de la Roche. A Morey-Saint-Denis la famiglia Lignier coltiva Pinot Noir fin dagli anni 1880; oggi è Laurent Lignier a guidarla, alla quinta generazione. Suo fratello Romain, talento acclamato, morì nel 2004 a soli 34 anni – una ferita che la tenuta ha saputo portare senza perdere la propria identità: Grands e Premiers Crus di limpida freschezza, prodotti in biologico e affinati con mano delicata nel legno.
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Gevrey-Chambertin 1er Cru „Aux Combottes“ AOC 2022 1500ml Magnum
533,83 €IVA inclusa, se applicabile -
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Morey-Saint-Denis 1er Cru „Vieilles Vignes“ AOC 2022 1500ml Magnum
426,04 €IVA inclusa, se applicabile -
Morey-Saint-Denis 1er Cru „Vieilles Vignes“ AOC 2022 3000ml Doppel-Magnum
899,88 €IVA inclusa, se applicabile -
Mehr über Hubert Lignier
Siebenundzwanzig Reihen von 1955
Im Klima Monts Luisants, am oberen Rand des Grand Cru Clos de la Roche, stehen siebenundzwanzig Rebzeilen, die Henri Lignier 1955 gepflanzt hat. Sie sind der genetische Ursprung dieses Weinguts: Aus ihrem Holz vermehrte Henri in den 1960er-Jahren per Selektion seine übrigen Parzellen, Stock für Stock. Wer heute einen Lignier-Wein trinkt, trinkt eine Abstammung, die in diesen Reihen begann.
Die alten Stöcke neigen zur Millerandage – sie tragen winzige, oft kernlose Beeren von enormer Konzentration. Seit 2017 füllt Laurent Lignier die Ernte dieser Parzelle getrennt ab, als Cuvée „MCMLV“ – römisch für 1955, eine Hommage an den Großvater. Es sind kaum zwei Fässer pro Jahrgang; die Flasche zählt zu den gesuchtesten Pinot Nero der gesamten Côte de Nuits.

Eine Familie aus Morey
Der Anfang liegt in den 1880er-Jahren. Jacques Lignier, ein Chef de culture in einem fremden Weingut, kaufte damals Parzellen, welche die Reblaus entwertet hatte – Land, das niemand mehr haben wollte. Sein Sohn Jules pflanzte es geduldig neu, über Henri kam der Besitz schließlich an Hubert Lignier, der 1959 die Leitung übernahm.
Hubert traf 1973, mitten in einer Absatzkrise, eine Entscheidung, die das Weingut prägen sollte: Er füllte seine Weine selbst auf die Flasche, statt sie als Fasswein an den Handel zu geben. Aus dem anonymen Traubenlieferanten wurde eine Adresse mit eigenem Namen – und mit jedem Jahrzehnt kamen Lagen hinzu, quer durch die Côte de Nuits: Morey-Saint-Denis, Chambolle-Musigny, Gevrey-Chambertin, dazu der Clos de Vougeot.
Romain, und das Weiterwirken
1992 stieg Romain Lignier bei seinem Vater ein, der jüngste der drei Geschwister. Die beiden begannen, die Böden wieder zu pflügen, und Romains Weine fanden rasch Bewunderer weit über das Burgund hinaus. 2004 starb er, gerade 34 Jahre alt. Es waren schwere Jahre, die folgten – für die Familie und für das Weingut.
Den Faden nahm Laurent Lignier auf, Romains Bruder. Er hatte das Handwerk auswärts gelernt, unter anderem beim Beauner Haus Albert Bichot, ehe er 2010 nach Morey zurückkehrte. Bis 2013 hatte er die Domaine wieder zusammengeführt und führt sie seither – fünfte Generation auf demselben Land.
Schwerkraft statt Druck
Laurent stellte die Arbeitsweise leise um. Ab 2007 verschwanden die synthetischen Mittel aus den Weinbergen; 2019 trug das Weingut die Certificazione biologica. Der 2008 bezogene Keller in Morey arbeitet allein mit der Schwerkraft – keine Pumpe rührt den Wein, von der Maische bis zur Füllung. Vor der Gärung stehen lange, kühle Mazerationszeiten; der Anteil ganzer Trauben ist über die Jahre gewachsen, das neue Holz dagegen bewusst zurückgenommen und über vier Küfereien gestreut, damit kein Fass den Wein dominiert.

So entstehen Pinots von kühler Präzision – durchgezeichnet, fein gebaut, auf Länge und Klarheit angelegt. Das Spektrum reicht vom zugänglichen Morey-Saint-Denis bis zu den großen Lagen: der Clos de la Roche Grand Cru als Herzstück, daneben Charmes- und Mazoyères-Chambertin und der Gevrey-Chambertin 1er Cru Aux Combottes – jene einzige Premier-Cru-Insel mitten im Band der Grands Crus, eingekeilt zwischen dem Clos de la Roche und dem Latricières-Chambertin, den die Nachbarfamilie Trapet Père & Fils bewirtschaftet. Wer das Haus kennenlernen möchte, ohne gleich zum Grand Cru zu greifen, findet im Morey-Saint-Denis 1er Cru „Les Chaffots“ die Handschrift des Weinguts im Kleinen: kühle Frucht, feinkörniges Tannin und ein langer, klarer Nachhall.





















