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Pedra de Guix 2022

Pedra de Guix 2022

Ein komplexer Weißwein aus dem Priorat, der Grenache Blanc, Macabeo und Pedro Ximénez von 50 bis 80 Jahre alten Reben vereint – ein Wein von seltener Tiefe und Kräuterwürze.

65,00 € 86,67 € / l
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Jahrgang
202365,00 €lieferbar 202265,00 €gewählt

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Vorrätig

Herkunft
Priorat, Spanien
Jahrgang
2022
Alkohol
13,0 % Vol.
Restsüße
trocken
Servieren
10–12 °C
Inhalt
0,75 l · enthält Sulfite
Artikelnummer
9930001173
Abfüller und Zutaten

Abfüller: Terroir al Limit, c/ Baixa Font 12, 43737 Torroja del Priorat / Spain

Im Glas

  1. Farbe

    Altgold mit strahlenden Reflexen, im Glas schillernd zwischen Orange und Apricot.

  2. Aroma

    Ätherisch-kräutrig mit Noten von Kamillentee, Schafgarbe, Trockenblumen und Kräuteraufguss; zart zitrische Frucht und feine Nussigkeit runden die komplexe Aromatik ab.

  3. Geschmack

    Erquickend cremig mit seidiger Textur; herbe Phenolik und aromatische Kräuterwürze prägen den Gaumen, feine Extraktsüße erinnert an Süßholz und Dörrobst – ohne jede plakative Frucht.

  4. Charakter

    Ein Priorat-Weißwein von balsamischer Dichte und herbaler Eleganz – in der Jugend noch eng verknüpft, mit großem Reifepotenzial und der Bitte um Karaffe oder große Gläser.

  5. Dazu

    Gänseleberpastete mit Brioche, gebratener Steinbutt mit Kräuterbutter, reifer Manchego mit Quittenpaste.

  6. Besonder­heiten

    Drei autochthone Rebsorten aus Höhen zwischen 400 und 600 Metern auf Ton, Flussablagerungen und Schiefer; sanfte Ganztraubenpressung, acht Monate Reife im Zement, der Pedro Ximénez gezielt oxidativ ausgebaut – ein Wein, der das Terroir des Priorats in weiß interpretiert.

Verkostungsnotiz


Farbe & Aussehen
Altgold mit strahlenden Reflexen, im Glas changierend zwischen Orange und Apricot – ein Weißwein, der seine oxidative Komponente sichtbar trägt.
Nase
Ätherisch und ungewöhnlich: Kamillentee, Schafgarbe, Trockenblumen und Kräuteraufguss – als hätte jemand die Kräuterkiste von Hildegard von Bingen geöffnet. Zarte Zitrusnoten geben fruchtige Kontur, darunter liegt eine feine Nussigkeit. Komplex und zurückhaltend zugleich; große Gläser oder die Karaffe sind hier keine Spielerei, sondern Notwendigkeit.
Gaumen
Erstaunlich cremig im Antrunk, seidig in der Haptik. Die Kräuterwürze der Nase setzt sich fort – herb, aromatisch dicht, fast wie eine Tinktur. Keine Spur von plakativer Frucht; stattdessen Süßholz, Dörrobst und eine feine Extraktsüße, gerahmt von herber Phenolik. In der Jugend noch eng verknüpft, eher gewirkt als gewoben – ein Wein, der Zeit braucht und verdient.
Abgang
Lang und würzig, die herbe Phenolik trägt die Kräuteraromen weit hinaus. Hinterlässt einen Eindruck von Balsamico und getrockneten Blüten – eigenwillig, aber unwiderstehlich kohärent.
Terroir & Herkunft
Drei autochthone Rebsorten aus unterschiedlichen Lagen des Priorats: 50 bis 80 Jahre alte Reben auf Höhen zwischen 400 und 600 Metern, verwurzelt in Ton, Flussablagerungen und dem typischen Schiefer der Region. Dominik Huber, der Münchner, der das Priorat neu definiert hat, bewirtschaftet seine 15 Hektar organisch und biodynamisch – und erntet früher als fast alle Nachbarn, um der Hitze mit Frische zu begegnen.
Rebsorte & Vinifikation
Grenache Blanc, Macabeu und Pedro Ximénez – eine Cuvée, die man so nirgendwo sonst findet. Sanfte Ganztraubenpressung, acht Monate Ausbau im Zement. Der Pedro Ximénez wird gezielt oxidativ ausgebaut – das erklärt die nussigen, balsamischen Töne und die ungewöhnliche Farbtiefe.
Speiseempfehlungen
Die Kräuterwürze und oxidative Note brauchen Charakter am Teller: gebratener Blumenkohl mit Tahini, Marillenknödel (ja, wirklich – die Extraktsüße greift das Dörrobst auf), Comté oder Manchego. Auch zu gebeiztem Saibling oder einer Kräuter-Terrine eine spannende Kombination.
Besonderheiten
Ein Weißwein, der sämtliche Erwartungen an spanische Weißweine unterläuft: keine tropische Frucht, keine Einfachheit – stattdessen herbale Komplexität und eine Textur, die eher an große Jura-Weine erinnert als an den Mittelmeerraum. Terroir al Limit steht für Infusion statt Extraktion; dieser Wein zeigt, dass diese Haltung auch Weiß verwandelt.

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