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Adrien Renoir

Adrien Renoir, Winzer in Verzy (Champagne)

On peut goûter le village : craie saline, fruit rouge mûr et la tension ferme des grands coteaux de Pinot Noir. Derrière tout cela se trouve Adrien Renoir, vigneron de quatrième génération dans le village Grand Cru de Verzy, au bord nord de la Montagne de Reims. En 2014, à 29 ans, il a repris les cinq hectares de son père – tous situés à Verzy, avec des vignes plantées entre 1961 et 1971. Ce qui avait débuté de manière conventionnelle sous le nom de « Champagne Vincent Renoir », il l'a transformé avec soin : plus d'herbicides dès 2015, certifié en agriculture biologique depuis 2020, élevage en fût de bois neutre, fermentation spontanée avec les levures indigènes. Un vigneron mono-cru qui dégorgement ses champagnes sans aucun ajout de soufre.




Mehr über Adrien Renoir

Fünf Hektar, ein einziges Dorf, eine einzige Klassifikation: Adrien Renoirs Champagne entsteht ausschließlich in Verzy, einem der 17 als Grand Cru klassifizierten Dörfer der Champagne. Wer Champagner als Verschnitt austauschbarer Herkünfte kennt, erlebt hier das Gegenteil.

Verzy: ein Dorf am Waldrand

Verzy liegt am nördlichen Bogen der Montagne de Reims, dort wo die Reben an den Forst grenzen – berühmt für die Faux de Verzy, jahrhundertealte, bizarr verdrehte Zwergbuchen. Der Untergrund ist reine Craie: belemnitenreich, kühl, wasserspeichernd, Quelle jener salzigen Spannung im Glas. Renoirs Parzellen wurzeln in alten Reben, gepflanzt zwischen 1961 und 1971 – Massel-Selektion, die eine Tiefe mitbringt, wie sie Junganlagen selten erreichen.

Die leise Revolution ab 2014

Bis 2014 hieß das Gut Champagne Vincent Renoir – Adriens Vater arbeitete sorgfältig, aber konventionell, mit Handlese und Stahltank. Mit der Übernahme begann eine leise Umstellung: Herbizide verschwanden ab 2015, 2016 folgte die Umstellung auf biologischen Anbau, 2020 die Zertifizierung, ergänzt um biodynamische Praxis. Zwischen den Rebzeilen blüht heute Einsaat statt nackter Erde. Verzy ist Pinot-Noir-Land: Die Pinot Noir gibt Körper und rote Frucht, der Chardonnay aus den höchsten Lagen die Frische.

Begrünter Grand-Cru-Weinberg von Adrien Renoir in Verzy, Montagne de Reims

Holz, Hefe, kein Schwefel

Renoir will dem Wein nicht im Weg stehen. Die Grundweine vergären spontan mit den eigenen Hefen, zunehmend im neutralen Holzfass statt im Stahltank, ohne Temperaturkontrolle. Sie reifen lange auf der Hefe; degorgiert wird ohne Schwefelzugabe – kompromisslos, weil so jeder Fehler im Glas landen würde. Die Dosagen bleiben minimal, durchweg Extra Brut.

Adrien Renoir an den Pinot-Noir-Foudres in seinem Keller in Verzy

Die Cuvées aus Verzy

La pièce maîtresse est Le Terroir, je zur Hälfte Pinot Noir und Chardonnay aus Verzy, ein Fünftel Reserveweine aus dem Foudre – der Champagner, der das Dorf am vollständigsten erzählt. Le Cépage ist sein Blanc de Noirs: reinsortiger Pinot Noir, drei Jahre auf der Hefe, kaum dosiert. Der Rosé Les 2 Terroirs vereint alte Pinot-Noir-Reben aus Verzy und dem benachbarten Verzenay, die Einzellage Les Épinettes (100 % Pinot Noir, Reben von 1971) zeigt, wie präzise ein einzelnes Stück Hang schmecken kann. Wer die biologisch-biodynamische Winzer-Champagne der Montagne de Reims weiterverkosten möchte, wird auf der westlichen Seite des Massivs bei Bonnet-Ponson fündig.

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