Weinbeschreibung für Rosé vom Spätburgunder 2023 von Klaus Vorgrimmler
- Farbe & Aussehen
- Brillantes Granatapfelrot mit leuchtenden orangen und hellen Reflexen – ein Rosé, der bereits im Glas Eigenständigkeit signalisiert. Keine blasse Sommerfarbe, sondern ein tief verwurzelter Charakter.
- Nase
- Intensiv und vielschichtig: Himbeere und Erdbeere öffnen verführerisch, wild und ungestüm. Sauerkirsche und rote Johannisbeere setzen rebsortentypische Akzente. Im Hintergrund arbeiten Bergamotte und das herbe Blatt der Kaffir-Limette als kühle Kontrapunkte. Getrocknete Kräuter – Thymian, Salbei, Rosmarin – sowie zarte Spuren von Nelke und Zimt verleihen der Nase eine mediterran-würzige Tiefe, die lange im Glas nachhallt.
- Gaumen
- Weit entfernt vom gefälligen Mainstream-Rosé bewegt sich dieser Wein mit erstaunlicher Leichtfüßigkeit über den Gaumen. Die Frucht zeigt sich zahm und cremig – fast an Sahne-Kirsch-Bonbons erinnernd –, eingebettet in eine straffe, geradlinige Struktur, die Frische und Kühle ausstrahlt. Positive Bitterstoffe spielen eine animierende Rolle und erinnern eher an einen klassischen Provence-Rosé als an einen deutschen Spätburgunder. Erdigkeit und Würze bestimmen das Wesen dieses Weines.
- Abgang
- Lang und kräuterig, mit nachhallender Frische und einem leicht herbem Nachhall. Der Wein bleibt präzise und fordert – auf angenehme Weise.
- Terroir & Herkunft
- Die Reben wurzeln in Löss über einem Untergrund aus Dogger und Jurakalk – Gesteinsformationen des mittleren Jura, rund 180 Millionen Jahre alt. Seit vier Jahrzehnten wird der Boden kontinuierlich begrünt, seit einigen Jahren vollständig auf Bodenbearbeitung verzichtet. Das Ergebnis: über 80 Pflanzenarten und ein lebendiges Bodenökosystem, das die Vitalität der Rebe spürbar prägt.
- Rebsorte & Vinifikation
- Reinsortiger Spätburgunder aus einer einzigen alten Parzelle, mit bewusst frühem Lesezeitpunkt für maximale Säurefrische. Ertragsbegrenzung auf 30–40 hl/ha durch den hauseigenen KV-Schnitt. 2023 wurden die Maischestandzeiten bewusst verkürzt. Vergärung bei 18 °C im Stahltank, spontan, ohne Additive. Biologischer Säureabbau über den Winter, Reife auf der Feinhefe. Schwefel kommt einmalig, kurz vor der Füllung, in minimaler Dosierung zum Einsatz – naturnahes Arbeiten in seiner konsequentesten Form.
- Speiseempfehlungen
- Dieser Rosé verlangt nach Speisen mit Charakter: Bouillabaisse oder gegrillter Rotbarbe mit Kräutern der Provence wären ideale Begleiter. Ebenso harmoniert er mit Vitello Tonnato, Charcuterie mit Cornichons oder einem Ziegenkäse-Tarte mit frischen Kräutern. Wer es einfacher mag: ein Tomaten-Burrata-Salat mit Basilikumöl.
- Besonderheiten
- Ein Wein, der sich jeder Kategorisierung entzieht. Klaus Vorgrimmler arbeitet mit der Konsequenz eines Handwerkers und der Sensibilität eines Künstlers – ohne Schwefel im Weinberg, mit minimalem Eingriff im Keller und mit einem tiefen Respekt vor dem Boden. Dieser Rosé ist kein Sommergetränk. Er ist ein Denkwein.
Steckbrief
| Stil | |
|---|---|
| Winzer | Klaus Vorgrimmler |
| Land | Deutschland |
| Region | Baden |
| Jahrgang | |
| Farbe | |
| Sorte | Spätburgunder |
| Typ | |
| Inhalt | |
| Alkoholgehalt | 13,0% Vol. |
| Restsüße | |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| Hersteller | Weingut Klaus Vorgrimmler, St. Erentrudisstraße 63, 79112 Freiburg-Munzingen / Germany |
| Vollständige Produktbezeichnung | Klaus Vorgrimmler Rosé vom Spätburgunder 2023 |









