Der Rangen de Thann in Kürze
Kurz gesagt: Der Rangen de Thann ist der südlichste der 51 Grand Crus des Elsass und liegt in den Gemarkungen Thann und Vieux-Thann am Ausgang des Thur-Tals. Seine vollständig nach Süden ausgerichteten, teils bis rund 90 Prozent steilen Reben wachsen auf flachgründigen, steinigen Böden über vulkanisch-sedimentärer Grauwacke. Höhenlage und kühle Fallwinde aus den Vogesen verlangsamen die Reife, während die Hangrichtung für reifes Lesegut sorgt. Die Weine verbinden Rauch, Feuerstein, dunkle Erde und Salz mit großer Dichte; Säure und phenolischer Grip tragen auch Restsüße. Bei uns gibt es Rangen-Weine der Domaine Zind-Humbrecht ab 69,00 €.

Tektonische Verwerfungen und Unterwasservulkane, über Jahrmillionen am Werk. Sie rissen den Oberrheingraben auf, trennten die Vogesen vom Schwarzwald, senkten den Rhein um mehrere Kilometer ab. Das Elsass, auf der Westseite des Grabens, war über Jahrtausende Konfliktlinie und Begegnungszone, in der sich – der Tektonik gleich – Strömungen lateinischer und germanischer Kultur verwoben und aufeinander entluden.
Der Rangen (wie in hochrangen) hat alles überlebt. Seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegt und gepriesen, zählen seine Weine zu den extraordinärsten in Frankreich. Die Signatur dieses Weinberges ist stark und ungewöhnlich. Mit ihrem rauchigen Feuerstein und Noten dunkler Erde reißen sie einen unvorbereitet aus dem Alltag.
Der eminente Rangenkopf erhebt sich auf 605 Meter Höhe über der Thur am südlichen Ende der Appellation Elsass. Vom Plateau erhält man eine spektakuläre Sicht auf die Vogesen, den Schwarzwald und die Schweiz in der Ferne. An seiner Flanke, zwischen rund 340 und 470 Metern Höhe, liegt der Grand Cru Rangen de Thann. Das einzige echt vulkanische Terroir des Elsass. Flachgründiger Boden auf barem, rissigem Felsen, arm an Ton und organischem Material, reich an Tuff und Vulkansediment. Die Weine unterscheiden sich von allen Nachbarlagen deutlich: viel Gewicht und Konzentration, Rauchigkeit, Salz und Vibration.
Der Rangen auf einen Blick
| Merkmal | Rangen de Thann |
|---|---|
| Appellation | Alsace Grand Cru Rangen (Grand Cru seit 1983, eigene Appellation seit 2011) |
| Gemeinden | Thann und Vieux-Thann (Haut-Rhin), am Ausgang des Thur-Tals |
| Fläche | 22,13 ha abgegrenzt, 16,69 ha bestockt (2024) |
| Höhe | rund 340 bis 467 m; darüber der Rangenkopf (605 m) |
| Exposition | Süd, direkt über der Thur |
| Gefälle | in Teilen bis rund 90 %, Handarbeit |
| Gestein | vulkanisch-sedimentäre Grauwacke (Unterkarbon), Ignimbrite, Brekzien, Tuff |
| Rebsorten | Pinot Gris 57 %, Riesling 32 %, Gewurztraminer 10 %, Muscat 1 % |
| Bekannte Clos | Clos Saint-Urbain (Zind-Humbrecht, 5,5 ha), Clos Saint-Théobald (Schoffit) |
| Besonderheit | südlichster der 51 Grand Crus des Elsass |
Geologie: Grauwacke, Tuff und ein erloschener Vulkan
Geologisch präzise ist der Rangen ein Grand Cru auf vulkanisch-sedimentärem Untergrund, dessen Hauptbestand die Grauwacke ist. Die „Grauwacken von Thann“ stammen aus dem Unterkarbon, genauer aus dem Viséan, und sind rund 345 bis 326 Millionen Jahre alt. Ihr Material geht auf den Molkenrain-Vulkan in der Nachbarschaft zurück, dessen heutige Höhe 1.123 Meter beträgt. Die Reben stehen also auf Ablagerungen, deren Ursprung mit vulkanischen Prozessen verbunden ist, nicht auf einem jungen Vulkankegel.
Diese Unterscheidung macht die Lage geologisch lesbar. Am oberen Waldrand treten rhyolithische Ignimbrite zutage, verschweißte Ablagerungen von Glutwolken. Am Gipfel finden sich vulkanisch-sedimentäre Brekzien, und Tuffe sind als weitere Fazies beschrieben. In der Grauwacke selbst lassen sich verkieselte Baumstämme finden. Am Hangfuß liegt dazu eine eiszeitliche Terrasse mit Geröll aus Grauwacke und Granit.
Die Böden sind flachgründig, steinig, dunkel und mit um 15 Prozent Ton eher tonarm. Kalk, Granit oder Schiefer bestimmen den Charakter des Hangs nicht; entscheidend ist dieses Vulkan-Sediment-Terroir, das unter den elsässischen Grand Crus kein zweites Mal vorkommt. Auch zeitlich gehören zwei Dinge nicht zusammen: Das Gestein ist rund 340 Millionen Jahre alt, während der Oberrheingraben erst im Tertiär aufbrach.
Für den Weinstil lässt sich daraus keine einfache Bodengleichung ableiten. Man schmeckt in den Weinen jedoch häufig Feuerstein, Rauch und dunkle Erde, dazu eine salzige Spannung. Diese Wahrnehmungen passen zu einem Boden, der Wurzelraum begrenzt und Steine sichtbar werden lässt, ohne dass das Gestein als direkter Aromenlieferant missverstanden werden sollte. Gerade die Verbindung aus kargem Untergrund, dichter Frucht und straffer Struktur macht den Rangen im Glas nachvollziehbar.
Lage, Hang und Klima
Der Rangen liegt rund 21 Kilometer westlich von Mulhouse in den Gemarkungen Thann und Vieux-Thann im Haut-Rhin. Als südlichster der 51 elsässischen Grand Crus steht er am Ausgang des Thur-Tals aus den Vogesen; der nächste Grand Cru, Ollwiller, liegt rund 14 Kilometer nördlich. Die abgegrenzte Fläche umfasst 22,13 Hektar, bestockt waren 2024 davon 16,69 Hektar.
Die Rebflächen liegen rund 340 bis 467 Meter hoch, darüber schließt sich der bewaldete Rangenkopf mit 605 Metern an. Vollständig nach Süden und direkt über der Thur ausgerichtet, fängt der Hang viel Sonne ein. In Teilen erreicht das Gefälle rund 90 Prozent. Das erschwert jede Arbeit zwischen den Zeilen und macht Handarbeit zur Voraussetzung des Weinbaus.
Zugleich verhindert die Südlage keineswegs eine vorschnelle Reife. Über das Thur-Tal gelangen kühle Fallwinde aus den Vogesen an den Hang, und die Höhe verzögert die Entwicklung der Trauben zusätzlich. Sonnige Exposition und steiles Gefälle auf der einen Seite, kühle Luft und Höhenlage auf der anderen ergeben eine späte Lese. Das Lesegut kann dadurch reifen, ohne seine Säure früh einzubüßen. Genau dieses Zusammenspiel erklärt, warum die Weine gleichzeitig konzentriert und gespannt wirken können. Der Rangen ist damit keine bloß extreme Steillage, sondern ein Hang, dessen Klima die Reife in die Länge zieht und der Frucht Halt gibt.
Geschichte: vom Rangwein zu den beiden Clos
Der Name Rangen kann auf ein altes deutsches Wort für einen sehr steilen Hang zurückgehen, möglich ist auch eine Herleitung von „Ranke“. Urkundlich ist der Weinbau seit dem 13. Jahrhundert belegt: Um 1272 sind erste Transaktionen nachweisbar, 1291 kauften die Basler Dominikaner Rebland am Rangen, und 1292 werden weitere geistliche Besitzer genannt, darunter die Abtei Masevaux. Als Michel de Montaigne 1580 durch Thann reiste, erwähnte er die Reben.
Die Bedeutung der Lage zeigt sich auch in frühen Vorschriften. Bereits im 16. Jahrhundert regelte die Stadt Thann, welche Rebsorten dort stehen durften, und verbot mindere Sorten. Der Ruhm konnte später größer werden als die Produktion: 1877 schrieb Charles Gérard, in Wien werde sechsmal mehr „Rangwein“ getrunken, als Thann überhaupt erzeuge. Der Handelsname sprach damals offenbar weiter als die reale Menge des Weins.
Im 20. Jahrhundert setzten Frontnähe im Ersten Weltkrieg und Landflucht dem Weinbau zu. 1966 wurden nur noch rund fünf Hektar bewirtschaftet; eine Flurbereinigung fasste 131 Parzellen zu 55 zusammen. Die Wiederbelebung begann, als Léonard Humbrecht 1977 die ersten Parzellen des späteren Clos Saint-Urbain kaufte. Ab Mitte der 1980er Jahre arbeitete auch Bernard Schoffit von der Domaine Schoffit aus Colmar am Rangen. Die Familien Humbrecht und Schoffit gaben der verkleinerten Lage wieder wirtschaftliche und qualitative Perspektiven.
1983 erfolgte die Klassifikation als Grand Cru durch das Dekret vom 23. November; seit Oktober 2011 ist jeder elsässische Grand Cru eine eigene Appellation. Innerhalb des Rangens stehen heute zwei Clos im Zentrum: Clos Saint-Urbain ist ein 5,5 Hektar großes Monopol der Domaine Zind-Humbrecht aus Turckheim und nach der kleinen Kapelle Saint-Urbain mitten im Weinberg benannt. Urban ist der Schutzpatron der Winzer. Clos Saint-Théobald ist das Monopol der Domaine Schoffit und trägt den Namen von Theobald, auch Thiébaut genannt, dem Stadtheiligen von Thann. Davon zu unterscheiden ist der Clos de la Chapelle Saint-Urbain der Familie Schnebelen in Thann.
Rebsorten und Weinstil
Pinot Gris
Pinot Gris prägt mit rund 57 Prozent die Bestockung am deutlichsten. Am Rangen zeigt er eher rauchig-würzige als fette Konturen; seine Dichte wird von Säure und phenolischem Grip gefasst. Auch bei spürbarem Restzucker bleibt die Struktur wichtig, damit die Konzentration nicht schwerfällig wirkt. Im Clos Saint-Urbain stehen etwa je zur Hälfte Riesling und Pinot Gris, dazu rund 0,5 Hektar Gewurztraminer. Der Clos wird biodynamisch bewirtschaftet und ist seit 2002 Demeter-zertifiziert.
- Pinot Gris Rangen de Thann Clos-Saint-Urbain Grand Cru 2001, Domaine Zind-Humbrecht 87,00 €
- Pinot Gris Rangen de Thann Clos-Saint-Urbain Grand Cru 2008, Domaine Zind-Humbrecht 69,00 €
- Pinot Gris Rangen de Thann Clos-Saint-Urbain Grand Cru 2017, Domaine Zind-Humbrecht 87,00 €
- Pinot Gris Rangen de Thann Clos-Saint-Urbain Grand Cru 2020, Domaine Zind-Humbrecht 97,00 €
Riesling
Riesling, der rund 32 Prozent der Bestockung ausmacht, verbindet Zitrus und Aprikose mit Rauch. Seine Säure bildet keine dünne Gegenfolie zur Reife, sondern gibt der konzentrierten Frucht eine klare Richtung. Die späte Lese am Hang unterstützt dieses Gleichgewicht: Reife ist möglich, während die Säure erhalten bleibt. So kann der Wein zugleich breit und präzise wirken.
Gewurztraminer
Gewurztraminer ist mit rund 10 Prozent weniger stark vertreten, Muscat mit einem Prozent nur marginal. Der Gewurztraminer vom Rangen tritt in der Rosenaromatik zurückhaltender auf und setzt stärker auf Würze und phenolischen Grip. Auch hier zählt weniger duftige Üppigkeit als die Art, wie Aroma, Gerüst und etwaige Restsüße zusammenwirken.
Reifepotenzial
Über die Sorten hinweg ergeben sich Weine von großer Dichte und Konzentration, oft mit spürbarem Restzucker. Rauch, Feuerstein, dunkle Erde und Salz können die Frucht einrahmen, ohne sie zu verdecken. Die großen Rangen-Weine brauchen Jahre, um sich zu entfalten, und können Jahrzehnte halten. Bei uns sind Pinot Gris von 2001 und 2008 lieferbar; die Rangen-Weine stammen ausschließlich von der Domaine Zind-Humbrecht. Geduld ist deshalb kein frommer Lagerungsratschlag, sondern Teil des Stils: Mit der Zeit können sich Frucht, Säure und phenolische Spannung enger verbinden.
Originelle, durchsetzungsstarke Weine: zwei Rieslinge vom Rangen
Zind-Humbrecht Riesling Rangen de Thann GC 2015: Schon in der Nase unfehlbar Rangen: rauchige, rauchige Mineralik. Ströme gemahlenen schwarzen Vulkangesteins, durchzogen von seidenen Marillenfäden. Am Gaumen alles: Süße, Säure, Frucht, Salz und Bitterkeit. Nicht knochentrocken, wie wir es von deutschen großen Rieslingen mittlerweile gewöhnt sind. Stattdessen mit dem Funken Hedonismus mehr. Elsass eben.
Fast zu viel ist einem dieser Wein. Kein gutes Verkaufsgut, denn man hält automatisch inne, wird langsamer, spürt nach. Am Ende seiner Reise längs des Gaumens verschmelzen die einzelnen Komponenten zu einer wunderschönen, pulsierenden Kernfusion mit hochdichtem Zentrum und vibrierenden Rändern. Unendliches Finale. Ein Nachhall, den man durch einen weiteren Schluck zu entweihen fürchtet – geschweige denn, oh Frevel, durch eine Speise. Ein Wein, der mich wachgerüttelt und mich erinnert hat, warum Wein mein Leben bestimmt, warum ich entschieden habe, Wein zum Leitfaden meines Lebens zu machen. Wie kann es bloß sein? Wie vermag Menschenhand aus vergorenem Traubensaft solch ein Meisterwerk fließender Ästhetik zu schaffen?
Zind-Humbrecht Riesling Rangen de Thann GC 2011 (bei uns nicht mehr lieferbar): In sich ruhend, deutlich barocker, fülliger, auch etwas süßer. Noch mehr klassisches Elsass. Dieser hier ruft nach Speisen: Gebt mir eine Terrine, ein Stück Käse. Grillt mir ein Schweinekotelett mit pikanter Salsa. Doch wenigstens eine Auster. Noch immer sehr jung. Waldhonig, Thymian, Tamari am Gaumen. Die uns mittlerweile wohlbekannte, geliebte Rauchigkeit des Rangen und Zitronenparfait in der Nase. Nachhaltig und sehr, sehr schön, auch dieser.
Beide eine Bereicherung und große Weine, die man probiert haben muss. Der 2015er gehört zu den zehn schönsten Weinen meines Lebens.
- Riesling Rangen de Thann Clos-Saint-Urbain Grand Cru 2015, Domaine Zind-Humbrecht 97,00 €
- Riesling Rangen de Thann Clos-Saint-Urbain Grand Cru 2017, Domaine Zind-Humbrecht 97,00 €
- Riesling Rangen de Thann Clos-Saint-Urbain Grand Cru 2018, Domaine Zind-Humbrecht 97,00 €
- Riesling Rangen de Thann Clos-Saint-Urbain Grand Cru 2013, Domaine Zind-Humbrecht 125,00 €
AOC-Regeln: was „Alsace Grand Cru Rangen“ vorschreibt
Die Appellation Alsace Grand Cru Rangen lässt Riesling, Pinot Gris, Gewurztraminer und Muscat jeweils reinsortig zu. Handlese ist vorgeschrieben, Bewässerung verboten, und mindestens 4.500 Stöcke je Hektar sichern eine verbindliche Pflanzdichte. Beim Mindest-Naturalkohol unterscheiden die Regeln zwischen Pinot Gris und Gewurztraminer mit 12,5 Prozent Volumen sowie Riesling und Muscat mit 11 Prozent Volumen. Die Vorgaben zielen damit auf Lesegut, das Sorte und Lage mit ausreichender Reife zeigen kann.
Der Höchstertrag liegt seit 2022 bei 50 Hektolitern je Hektar. Die tatsächlichen Erträge bleiben deutlich darunter: 2022 waren es 30, 2023 36 und 2024 nur 20 Hektoliter je Hektar. Die Grenze beschreibt also keinen normalen Ausstoß, sondern einen äußeren Rahmen; der steile, flachgründige Hang setzt im realen Anbau engere Grenzen. Zugelassen sind außerdem Vendanges Tardives und Sélection de Grains Nobles, jeweils ohne Anreicherung. Traditionell wird in die Flûte d’Alsace mit 75 Zentilitern gefüllt.
| Regel | Alsace Grand Cru Rangen |
|---|---|
| Rebsorten | Riesling, Pinot Gris, Gewurztraminer, Muscat, jeweils reinsortig |
| Höchstertrag | 50 hl/ha (seit 2022; vorher 55 hl/ha) |
| Tatsächlicher Ertrag | 2022: 30 hl/ha · 2023: 36 hl/ha · 2024: 20 hl/ha |
| Mindest-Naturalkohol | 12,5 % vol. (Pinot Gris, Gewurztraminer), 11 % vol. (Riesling, Muscat) |
| Weinberg | mind. 4.500 Stöcke/ha, Handlese, keine Bewässerung |
| Prädikate | Vendanges Tardives, Sélection de Grains Nobles (ohne Anreicherung) |
| Flasche | Flûte d’Alsace 75 cl |
Häufige Fragen
Was ist der Rangen de Thann?
Der Rangen de Thann ist der südlichste der 51 Grand Crus des Elsass; die offizielle Appellation heißt Alsace Grand Cru Rangen. Er liegt in Thann und Vieux-Thann über der Thur und verbindet einen vollständig nach Süden gerichteten Steilhang mit vulkanisch-sedimentärer Grauwacke. Zugelassen sind reinsortige Weine aus Riesling, Pinot Gris, Gewurztraminer und Muscat.
Ist der Rangen wirklich ein Vulkan?
Der Rangen selbst ist kein junger Vulkankegel. Sein Hauptgestein ist vulkanisch-sedimentäre Grauwacke aus dem Unterkarbon, deren Material auf den Molkenrain-Vulkan in der Nachbarschaft zurückgeht. Ignimbrite, vulkanisch-sedimentäre Brekzien und beschriebene Tuff-Fazies ergänzen dieses Bild; der Oberrheingraben brach dagegen erst viel später, im Tertiär, auf.
Wie schmeckt Riesling vom Rangen?
Riesling vom Rangen zeigt Zitrus, Aprikose und Rauch bei großer Dichte. Seine Säure trägt die reife Frucht, während Salz und phenolischer Grip die Konturen schärfen können. Je nach Ausbau kann auch spürbare Restsüße vorkommen, ohne dass der Wein notwendigerweise schwer wirkt.
Wie lange kann man Rangen-Weine lagern?
Die großen Rangen-Weine brauchen Jahre zur Entfaltung und können Jahrzehnte halten. Säure, Konzentration und phenolischer Grip geben ihnen dafür ein tragfähiges Gerüst. Bei uns sind Pinot Gris von 2001 und 2008 lieferbar; eine allgemeine obere Jahresgrenze lässt sich daraus nicht ableiten.
Was ist der Unterschied zwischen Clos Saint-Urbain und Clos Saint-Théobald?
Clos Saint-Urbain ist das 5,5 Hektar große Monopol der Domaine Zind-Humbrecht und nach der Kapelle Saint-Urbain mitten im Weinberg benannt. Clos Saint-Théobald ist das Monopol der Domaine Schoffit und nach Theobald, dem Stadtheiligen von Thann, benannt. Der Clos de la Chapelle Saint-Urbain der Familie Schnebelen ist wiederum ein anderer Clos und sollte nicht mit Saint-Urbain verwechselt werden.