Ein ausdrucksstarker, naturnaher Syrah aus dem nördlichen Rhônetal, der mit seiner dichten Frucht, eleganter Würze und seidiger Struktur die Handschrift eines großen Terroir-Weins trägt.
Abfüller: Jean-Michel Stephan, 1 ancienne route de Semons, 69420 Tupin-et-Semons / France
Im Glas
Farbe
Dunkles Purpur mit violetten Reflexen und tiefem schwarzem Kern
Aroma
Saftige Brombeeren, Schwarzkirschen, Zwetschgen und Schlehen; dazu Blutorange, Bergamotte, Minze, Wacholder, Süßholz, Pfeffer und Bresaola – überhöht von Veilchen und Flieder
Geschmack
Dicht, reif und fast cremig mit konzentrierter dunkler Frucht, lebendiger Frische durch den Viognier-Anteil, leicht pfeffriger Würze und samtig-seidigem Tannin
Charakter
Kraftvoll und komplex, dabei elegant und ausgewogen – ein tiefgründiger Côte Rôtie mit großem Reifepotenzial; vor dem Genuss unbedingt karaffieren
Dazu
Rehrücken mit Wacholderreduktion, Taube in Kaffee-Jus, Hase in Sloe Gin und Cranberry-Reduktion
Besonderheiten
Alte Reben (Jg. 1986–1994) auf Steillagen aus Leukogneis und Quarz; Vinifikation nach Jules Chauvet mit Kohlensäuremaischegärung, Ausbau in gebrauchten Fässern, ungefiltert, ungeschönt und minimal geschwefelt
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Tiefes, fast undurchdringliches Purpur mit verführerischen violetten Reflexen und einem schwarzen Kern – ein Wein, der schon im Glas Dichte und Ernsthaftigkeit signalisiert.
Nase
Die Nase ist komplex und verführerisch: saftige Brombeeren und Schwarzkirschen treffen auf Zwetschgen und herbe Schlehen. Dazu gesellt sich eine überraschende Helligkeit von Blutorange und Bergamotte, unterlegt von Wacholder, Süßholz, einem Hauch weißem Pfeffer und der delikaten Fleischlichkeit von Bresaola. Florales Spiel von Veilchen und Flieder verleiht dem Ganzen Eleganz und Tiefe.
Gaumen
Am Gaumen entfaltet sich ein dichter, reifer und nahezu cremiger Syrah mit beeindruckender Extraktsüße. Die konzentrierte dunkle Frucht wird von einer lebendigen, vom Viognier inspirierten Frische durchzogen – ein klassisches Zusammenspiel, das den Côte Rôtie von anderen nördlichen Rhône-Weinen unterscheidet. Seidiges Tannin und eine leicht pfeffrige Würze rahmen den Wein mit Präzision ein. Unbedingt karaffieren.
Abgang
Lang, würzig und mit anhaltender dunkler Frucht – der Abgang zeigt mineralische Frische, die an die Leukogneis- und Quarzböden der Steillagen erinnert und dem Wein eine unverwechselbare Spannung verleiht.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus Steillagen auf Leukogneis und Quarzböden – einem der charakteristischsten Terroirs der nördlichen Rhône. Die Reben wurden zwischen 1986 und 1994 gepflanzt und bringen die Konzentration und Tiefe mit, die nur alte Stöcke liefern können.
Rebsorte & Vinifikation
Ein klassischer Côte Rôtie aus 90 % Syrah und 10 % Viognier. Jean-Michel Stephan vinifiziert im Geiste von Jules Chauvet: nach einer kühlen 24-stündigen Vorvergärung folgt eine Kohlensäuremaischegärung über zehn Tage. Ausbau über zwölf Monate in gebrauchten Fässern. Weder filtriert noch geschönt, nur minimal geschwefelt – ein Wein von kompromissloser Handwerklichkeit.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für die große Tafel: Rehrücken mit Wacholderreduktion, grünen Speckbohnen und Topinambur-Püree ist eine Idealbesetzung. Ebenso überzeugend: Hase in einer Reduktion von Sloe Gin und Cranberrys mit Pommes à la dauphine und Rosenkohl oder die elegante Kombination von Taube in Kaffee-Jus mit Kartoffel-Sellerie-Püree und gebackenem Rotkohl.
Besonderheiten
Maison Stephan gehört zu den stillen Meistern der Appellation – weit entfernt vom lauten Rampenlicht, aber unter Kennern längst ein Geheimtipp der nördlichen Rhône. Der „Les Binardes“ verkörpert eine naturnahe, puristische Philosophie, die den Charakter des Terroirs ungefiltert in die Flasche bringt.