Ein kraftvoller, tiefgründiger Naturwein aus Syrah, Viognier und uralten Sérine-Reben – ein spektakulärer Ausdruck der nördlichen Rhône mit großem Reifepotenzial.
Abfüller: Jean-Michel Stephan, 1 ancienne route de Semons, 69420 Tupin-et-Semons / France
Im Glas
Farbe
Dichtes Schwarzrot, nahezu undurchdringlich bis zum Glasrand.
Aroma
Intensiv und vielschichtig: Schlehe, schwarze Johannisbeere und Holunder treffen auf Teer, dunklen Tabak und Holzkohle; mit Luft kommen Schwarzbrot, Trüffel, Salmiak und frischer Kaffee dazu.
Geschmack
Kraftvoll und markant am Gaumen, mit belebender Säure und reifer, noch jugendlich-fester Tanninstruktur; erdig, dunkel und von beeindruckender Tiefe.
Charakter
Ein kompromissloser, energiegeladener Wein mit vibrierender Reinheit – noch jung und kraftstrotzend, geschaffen für Jahre der Reife und große Anlässe.
Dazu
Fasan "Souvaroff" mit Gänseleber und schwarzem Trüffel, Hasenrücken mit Sauce Rouennaise oder Saint-Marcellin mit Dörrpflaumen.
Besonderheiten
Cuvée aus Syrah von 1896 und 1902 gepflanzten Reben mit 10 % Viognier und seltener Sérine; 24 Monate Ausbau im kleinen Holzfass, unfiltriert abgefüllt und ganz ohne Schwefelzusatz – heroischer Weinbau auf steilsten Granit- und Gneisterrassen der Côte-Rôtie.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Dichtes Schwarzrot, beinahe farbdicht bis zum Rand — ein Wein, der bereits im Glas ankündigt, dass hier nichts ausgebremst wurde.
Nase
Markant und vielschichtig: Schlehe, schwarze Johannisbeere und Holunderbeere treffen auf Teer, dunklen Tabak und Holzkohle. Mit Luft gesellen sich Schwarzbrot, Trüffel, Salmiak und die Notiz frisch aufgebrühter Kaffee hinzu. Eine Nase mit der Tiefe und dem Eigengewicht, die man von der großen Côte-Rôtie erwartet — und von nur wenigen bekommt.
Gaumen
Der 2018er packt direkt zu: belebende Säure und reifes, noch jugendliches Tannin tragen einen kraftvollen, erdigen Körper. Die jugendliche Straffheit verrät ein außerordentliches Reifepotenzial — wer Geduld mitbringt, wird belohnt.
Abgang
Lang, dunkel und energiegeladen, mit nachhallenden Noten von schwarzen Früchten und feiner Würze — ein Abgang, der erst Sekunden später seine volle Dimension zeigt.
Terroir & Herkunft
Die Côteaux de Bassenon liegen an den steilen Granit- und Gneishängen der südlichen Côte-Rôtie, oberhalb von Ampuis. Die Reben wurzeln auf dunklem Mimatite-Gestein mit Magnesiumeisenglimmer — ein Untergrund, der dem Wein seine mineralische Spannung und dunkle Würze mitgibt. Jean-Michel und Romain Stephan bewirtschaften diese extremen Steillagen weitgehend in Handarbeit.
Rebsorte & Vinifikation
Eine außergewöhnliche Cuvée: Syrah aus Rebstöcken von 1896 und 1902, ergänzt um zehn Prozent Viognier sowie Sérine, die ursprüngliche, heute rare Urform der Syrah. Nach 24 Monaten Ausbau im kleinen Holzfass wird der Wein unfiltriert und ohne Schwefelzugabe abgefüllt — ein riskanter Weg, der höchste Präzision erfordert und dem Wein seine vibrante Reinheit verleiht.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für die dunklen Klassiker der französischen Küche: Fasan „Souvaroff“ mit Gänseleber und schwarzem Trüffel, Hasenrücken mit Sauce Rouennaise zu Karotten und Selleriepüree oder — schlichter, aber ebenso stimmig — Saint-Marcellin mit Dörrpflaumen.
Besonderheiten
Über 120 Jahre alte Syrah-Stöcke sind schon in der Côte-Rôtie eine Seltenheit — in Kombination mit Sérine und der kompromisslosen Arbeit ohne Zusätze entsteht hier einer der authentischsten und aufregendsten Rotweine der nördlichen Rhône. Die limitierte Produktion ist international begehrt.