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Serine

Sérine ist Syrah, und doch ein eigenes Kapitel. Es ist die alte Form der Sorte, wie sie an der Côte-Rôtie stand, bevor es Rebschulen gab: kleinere, ovale Beeren, etwa der halbe Ertrag, über Generationen aus den besten Stöcken des eigenen Weinbergs vermehrt. Deshalb gleicht kein Stock dem anderen. Heute gibt es sie fast nur noch in alten Parzellen der Côte-Rôtie, und aus der Rebschule bekommt man sie nicht. Jean-Michel Stephan fand sie 1991 in Tupin-et-Semons, in Reben aus den Jahren 1896 und 1902.

Im Glas: schwarzer Pfeffer, Veilchen, Olive, Rauch, feinkörniges Tannin, zwölf bis dreizehneinhalb Prozent. Der Côteaux de Tupin von Maison Stephan ist zu hundert Prozent Sérine, von Reben aus 1941, zwei Jahre in alten Fässern aus dem Wald von Jupille. Im Côteaux de Bassenon steht sie zu vierzig Prozent neben Syrah und Viognier, in L’Ultime 2021 sind alle Lagen des Hauses in einer Cuvée. Dazu Taube, Entenbrust, und bei Stephan selbst Steinbutt.

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