Ein eleganter Nebbiolo von den sandigen Steilhängen des Roero – bio-zertifiziert, mit drei Wochen Mazeration vinifiziert und geprägt von Lucas Leitsatz »Alles ist schon in der Traube«.
Abfüller: Az. Agr. Valfaccenda, Loc. Valfaccenda Fraz. Madonna di Loreto, 12043 Canale CN Roero / Italy
Im Glas
Farbe
Helles Rubinrot mit zarten Aufhellungen zum Rand und violetten Reflexen.
Aroma
Duftige Sauerkirschen und Waldhimbeeren treffen auf Blüten, Thymian und Hagebutte – dazu eine kühle mineralische Tiefe, die an wilden Kräutern und nassem Sand erinnert.
Geschmack
Trocken mit rotbeeriger Frucht und zarter Fruchtsüße; die erfrischende Säure lässt ihn schlank wirken, während jugendliches Tannin Struktur gibt.
Charakter
Ein Nebbiolo von bemerkenswerter Finesse und früher Zugänglichkeit – die sandigen Sabbie-Astiane-Böden des Roero schenken ihm mehr Anmut als die schwereren Mergellagen des benachbarten Barolo.
Dazu
Tajarin mit Trüffel, Brasato al Roero oder reifer Castelmagno – bodenständige piemontesische Küche, die dem jugendlichen Gerbstoff entgegenkommt.
Besonderheiten
Assemblage aus den Lagen Mompellini, Loreto und San Grato mit unterschiedlichen Expositionen; seit 2014 bio-zertifiziert; Gründungsmitglied des SoloRoero-Kollektivs, das dem Roero gegenüber dem übermächtigen Barolo eine eigene Stimme gibt.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Helles Rubinrot mit zarten Aufhellungen zum Rand hin und violetten Reflexen.
Nase
Duftig und betörend: Sauerkirschen, Waldhimbeeren, Blüten, Thymian und Hagebutte. Ein Rotwein, der bereits in der Nase mit Präzision und Finesse aufwartet, sowie mit kühler mineralischer Tiefe.
Gaumen
Trocken und zugleich mit rotbeeriger Frucht und zarter Fruchtsüße. Die Säure erfrischt, regt an und lässt ihn unglaublich schlank erscheinen. Der noch jugendliche Gerbstoff mag bodenständige und gehaltvolle Gerichte.
Abgang
Fein und kühl, mit einer Spur von wilden Kräutern und nassem Sand – ganz im Stil des Hauses, das Bergluft und Meeresgeschichte ins Glas bringt.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen von verschiedenen Weinbergen unterschiedlichen Alters in den Gemeinden Canale und Santo Stefano Roero: Mompellini, Loreto und San Grato. Der Untergrund ist von Ton und Sand geprägt, die Exposition variiert von Südwesten nach Osten und Westen. Valfaccenda bewirtschaftet 3,5 Hektar auf sandigen Steilhängen zwischen 260 und 400 Metern Höhe – uralter Meeresboden der Sabbie Astiane, der dem Nebbiolo hier eine bemerkenswerte Eleganz und frühe Zugänglichkeit gibt.
Rebsorte & Vinifikation
Reinsortiger Nebbiolo. Die Trauben werden im jeweils besten Reifegrad geerntet und als Assemblage vereint. Der Roero rosso DOCG 2023 durchläuft drei Wochen Mazeration; die Gärung erfolgt über ein paar Wochen in Fässern, die Abfüllung findet im abnehmenden Mond des folgenden Herbstes statt. Nach weiterer Flaschenreifung gelangt er auf den Markt.
Speiseempfehlungen
Der jugendliche Gerbstoff und die lebhafte Säure verlangen nach bodenständiger Küche: Tagliatelle al ragù, Brasato al Nebbiolo, Agnolotti del plin oder Funghi trifolati. Auch zu reifem Parmigiano oder geschmortem Kaninchen eine sichere Bank.
Besonderheiten
Seit 2014 bio-zertifiziert, folgt Luca Faccenda dem Leitsatz „Alles ist schon in der Traube“ – minimaler Eingriff, maximale Aufmerksamkeit. Zusammen mit Alberto Oggero und Enrico Cauda gründete er das SoloRoero-Kollektiv, ein Statement gegen den übermächtigen Nachbarn Barolo. Dieser Wein zeigt, warum das Roero mehr Aufmerksamkeit verdient: Nebbiolo von bemerkenswerter Eleganz, der nicht auf lange Reife warten muss, um zu gefallen.