Tiefdunkles Kirschrot mit minimalen violetten Aufhellungen zum Rand hin.
Aroma
Intensive Kombination aus schwarzen Kirschen, dunklen Beeren, Kaffee und edler dunkler Schokolade.
Geschmack
Dichte, dunkle Fruchtfülle trifft auf deutliche Fruchtsüße, jugendliches Tannin und belebende Säure – mineralisch und komplex.
Charakter
Fulminanter, markant-tiefgründiger Amarone-Stil, der trotz seiner Intensität Finesse zeigt.
Dazu
Aromareiche Gerichte mit süßlichen Einschlägen, pikante Käse, kräftige Wildgerichte.
Besonderheiten
Die Trauben stammen aus den historischen Valpolicella Classico Zonen Marano und Fumane, wachsen auf Kalkstein und wurden mit wilden Hefen vergoren.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Tiefdunkles Kirschrot, das zum Glasrand hin in feine violette Aufhellungen übergeht – ein Wein, der schon visuell Substanz verspricht.
Nase
Schwarze Kirschen und dunkle Beeren treffen auf Kaffee und edle dunkle Schokolade. Ein intensives, tiefgründiges Bouquet, das den Charakter der alten Reben aus der Einzellage Ravazzol bereits in der Nase spürbar macht.
Gaumen
Dichte, dunkle Fruchtfülle mit deutlicher Fruchtsüße, jugendlichem Gerbstoff und belebender Säure. Trotz seiner 16 Volumenprozent bleibt dieser Amarone erstaunlich präzise – ein fulminanter, mineralischer Stil, der Finesse über bloße Kraft stellt. Genau das, was Alessandro Castellani unter großem Valpolicella versteht.
Abgang
Lang und vielschichtig, mit anhaltenden Noten getrockneter Kirschen und feinen Gewürzen – ein Finale, das die Balance zwischen Reife und Frische eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Terroir & Herkunft
Die Trauben stammen aus der Einzellage Ravazzol im Marano-Tal, dem historischen Kern des Valpolicella Classico. Hier wachsen 50 bis 70 Jahre alte Reben auf terrassierten Hängen zwischen 150 und 300 Metern, mit Ost-Südost-Ausrichtung und Böden aus Lehm und Kalkstein. Diese Kombination verleiht dem Wein seine charakteristische Mineralität und Eleganz.
Rebsorte & Vinifikation
Corvina, Corvinone und Rondinella – das klassische Valpolicella-Trio. Vergoren mit wilden Hefen, reift der Wein mindestens 36 Monate in großen Holzfässern. Alessandro Castellani, gelernt bei Paolo de Marchi auf Isole e Olena, setzt auf Spontangärung und traditionelle Methoden, die den Terroir-Charakter bewahren statt ihn zu überformen.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für aromareiche Gerichte mit süßlichen Einschlägen: Geschmorte Ochsenbäckchen in Amarone-Jus, Wildgerichte mit Preiselbeeren oder Entenbrust mit Balsamico-Reduktion. Auch zu pikantem Almkäse oder würzigem Pecorino eine ausgezeichnete Wahl.
Besonderheiten
Der Ravazzol 2019 wurde mit den prestigeträchtigen Tre Bicchieri des Gambero Rosso ausgezeichnet – eine Anerkennung, die den Anspruch der Brüder Castellani bestätigt: Valpolicella als das Burgund Italiens. Während viele Erzeuger auf Konzentration setzen, beweist dieser Amarone, dass wahre Größe in der Balance liegt.