Der Pajoré Barbaresco DOCG 2023 von Sottimano vereint transparente rote Frucht mit feiner Würze und kraftvoller Struktur – ein eleganter Nebbiolo aus der Treisoer Einzellage, der Finesse und Tiefgang mühelos verbindet.
Helles, transparentes Rubinrot mit klarer Leuchtkraft.
Aroma
Feinfruchtige rote Beeren, grundiert von Sandelholz, weißem Pfeffer, Piment und Vadouvan; florale Noten von Stockrose und Veilchen treffen auf Minze und Süßholz – feingliedrig, doch nachdrücklich.
Geschmack
Transparent und feingliedrig im Antrunk, dann mit ordentlich Druck am Gaumen; dunkle Frucht wird herb flankiert von feinkörnigen Tanninen mit Tabak- und Ledernoten, fruchtbetont herber Nachhall, langes Finish.
Charakter
Nobles Understatement mit burgundischer Eleganz und strenger Balance – fein gezeichnet, doch kraftvoll, mit markanter Textur und bemerkenswerter Persistenz.
Dazu
Idealer Begleiter zu geschmorter Lammkeule mit Kräutern, Trüffelrisotto oder reifem Parmigiano Reggiano.
Besonderheiten
Alte Reben auf 400 Metern Höhe in Treiso mit südwestlicher Exposition; spontane Gärung, 20–24 Monate Holzausbau mit wenig Neuholz, ungeschönt und ungefiltert abgefüllt – Terroir pur aus einer der elegantesten Barbaresco-Lagen.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Helles, transparentes Rubinrot mit feinem Glanz.
Nase
Fein gezeichnet und zugleich kraftvoll: rote Frucht, transparent und flirrend, darüber eine Würze, die an Sandelholz erinnert. Dazu milde Gewürze wie weißer Pfeffer, Piment und Vadouvan. Florale Noten von Stockrose und Veilchen, ein Hauch Minze und Süßholz runden das Bild ab. Zart, aber persistent.
Gaumen
Der Antrunk ist transparent und feingliedrig, doch dann zeigt der Wein seine kraftvolle Seite. Die dunkle Frucht wird herb flankiert von feinkörnigen Gerbstoffen, die an Tabak und Leder denken lassen. Druckvoll und fest, mit ordentlich Punch am Gaumen – nobles Understatement.
Abgang
Fruchtbetont herb, mit langem Finish und nachdrücklicher Präsenz.
Terroir & Herkunft
Die Lage Pajoré liegt in Treiso, einem der beiden Gemeinden, über die sich die Sottimano-Weinberge verteilen. Südwestliche Exposition, Böden aus kalkhaltigem Mergel und Ton, Höhenlage um 400 Meter. Die alten Reben liefern stets niedrige Erträge konzentrierter kleiner Träubchen. Unter den fünf Crus des Hauses gilt Pajoré als jener mit burgundischer Eleganz und strenger Balance.
Rebsorte & Vinifikation
Nebbiolo, selektiv von Hand gelesen. Spontane Gärung mit eigenen Hefen, anschließend Maischekontakt, teils mit submerged cap. Der Ausbau erfolgt für etwa 20 bis 24 Monate im Holz, darunter ein kleiner Anteil Neuholz. Die malolaktische Gärung läuft im Fass, gefüllt wird ungeschönt und ungefiltert.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für geschmorte Kalbfleischgerichte, Wild mit Pilzen oder Trüffel-Pasta. Auch zu hartem, würzigem Käse eine gute Wahl.
Besonderheiten
Andrea Sottimano lässt seinen Nebbiolo bis zu sechzig Tage auf der Maische – dort, wo andere längst abpressen. Diese Geduld prägt den Pajoré: ein Wein, der sich Zeit nimmt und sie dem Trinker zurückgibt.