Verkostungsnotiz
- Farbe & Aussehen
- Dunkles Purpur mit violettem Rand und opakem Kern – klar, glänzend, dicht im Glas.
- Nase
- Tiefgründig und für seine Jugend erstaunlich offen: dunkle Beeren, Preiselbeere und Cranberry, dazu gedörrte und eingekochte Schwarzkirschen. Dahinter schwarzer Tee, ein Hauch zartgeräucherter Entenbrust, Kakaobohnen und eine Spur Amaretto – ein Duft, der sich mit Luft immer wieder neu sortiert.
- Gaumen
- Satte dunkelbeerige Frucht, konsequent trocken, mit kräftigem, noch jugendlichem Tannin. Eine belebende Säure gibt dem kraftvollen Körper Halt und Bewegungsfreiheit. Unbedingt früh öffnen oder dekantieren – mit Luft findet die ungezähmte Kraft zur Ruhe.
- Abgang
- Lang, dunkel und würzig; Frucht, feine Bitterschokolade und ein kühler, mineralischer Nachhall bleiben am Gaumen.
- Terroir & Herkunft
- Gratallops im Herzen des Priorat: steile Terrassen auf Llicorella-Schiefer, umgeben von Wald. Für den Laurel liefern die Lagen Aubagues und Socarrats die Trauben – jenes Schiefer-Terroir, das dem Wein seine puristische Mineralität verleiht.
- Rebsorte & Vinifikation
- Cuvée aus vornehmlich Garnacha, ergänzt durch Syrah und Cabernet Sauvignon. Der Ausbau erfolgt in gebrauchtem Holz und Amphoren; 14,0 % Vol., trocken.
- Speiseempfehlungen
- Geschmorte Kalbsschulter mit Rosenkohl und Kartoffelgratin, Lamm-Merguez mit Mojo Rosso und Süßkartoffel-Fritten oder – vegetarisch – Maroni-Spätzle mit Ofenkürbis und Röstzwiebelschmelz. Dunkle, geröstete Aromen sind sein Revier.
- Besonderheiten
- Daphne Glorian gehört neben René Barbier und Álvaro Palacios zum Pionier-Dreigestirn des modernen Priorat; seit 2004 wird biodynamisch gearbeitet. Der Laurel – benannt nach der englischen Übersetzung ihres Vornamens – ist der zugänglichere zweite Wein neben dem legendären Clos Erasmus: dunkle Frucht, kühle Eleganz, reine Schiefer-Mineralität. Ein Priorat, der zeigt, woher er kommt.





