Abfüller: Bret Brothers/La Soufrandière, 125 rue Aux Bourgeois, 71680 Vinzelles / France
Im Glas
Farbe
Helles, leuchtendes Strohgelb mit goldfarbenen Reflexen.
Aroma
Zitrusfrucht, weißer Pfirsich und grüner Apfel, dahinter feine Anklänge von Zitruszeste, weißen Blüten, nassen Kalksteinen und einem Hauch gerösteter Haselnuss.
Geschmack
Trocken, dicht und zupackend mit lebendiger Säure, straffer Mineralität, feiner Hefetextur und langem, salzigem Nachhall.
Charakter
Ausdrucksstarker, kühler Chardonnay mit Tiefe und Spannung – ein Wein von großer Reinheit, der sein Kalkstein-Terroir unverstellt widerspiegelt und im Magnumformat besonders reifefähig ist.
Dazu
Zu pochiertem Fisch in Beurre blanc, Jakobsmuscheln oder Geflügel in Rahmsauce; auch ein feiner Partner zu gereiftem Comté.
Besonderheiten
Aus der Millerandage-Parzelle Les Quarts, mit Reben auf kalkhaltigen Böden mit Lehm- und Toneinschlüssen; biodynamisch (Demeter) und biologisch (Ecocert) bewirtschaftet, spontan vergoren, langer Hefeausbau, unfiltriert und nur minimal geschwefelt – dazu das seltene Magnumformat, das die Entwicklung des Weines verlangsamt.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Weißburgunder von seltener Stille und Dichte: Der Climat „Les Quarts“ gilt als eine der besten Parzellen von Vinzelles, und die Cuvée Millerandée – gekeltert aus millerandierten, kleinbeerigen Trauben – verdichtet dieses Versprechen zu einem Wein von konzentrierter Substanz und feiner Säureader. Zitrusfrucht, weißer Pfirsich und eine kühle, fast salzige Mineralität zeichnen das Bild; das Magnum-Format verspricht dazu eine besonders langsame, elegante Reifung.
Terroir & Herkunft
Vinzelles liegt im südlichen Mâconnais, unweit von Pouilly-Fuissé – ein Winkel des Burgunds, dessen Ruf lange im Schatten der Côte d’Or stand, heute aber zu den spannendsten Adressen für Chardonnay in Frankreich zählt. Die kalkhaltigen Böden mit Lehm- und Toneinschlüssen prägen Weine von klarer Frische und stoffiger Tiefe. Die Domaine La Soufrandière wurde 1947 von Jules Bret gegründet; seit 2000 führen die Brüder Jean-Philippe und Jean-Guillaume Bret das Gut, das heute rund zwölf Hektar in den Lagen von Pouilly-Vinzelles, Pouilly-Fuissé und Saint-Véran umfasst – teils mit Rebstöcken von über 80 Jahren.
Rebsorte & Vinifikation
Chardonnay in seiner mâconnaisischen Lesart: schlanker und kalkbetonter als die großen Weine des nördlichen Burgunds, dabei von bemerkenswerter Komplexität. Die Bret-Brüder arbeiten seit Jahren konsequent biodynamisch – das Gut ist Demeter-zertifiziert –, mit Spontangärung durch natürliche Hefen und Ausbau in gebrauchten Eichenfässern; langer Hefekontakt sorgt für Textur, ohne die Frucht zu überlagern. Ein Handwerk, das dem Terroir Raum lässt statt es zu verkleiden.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für den gedeckten Tisch: zu gebratenem Zander oder Seezunge in Butter, zu pochiertem Geflügel mit Morchelrahm oder gereiftem Comté. Auch zu Risotto mit Pilzen oder schlicht zu geröstetem Blumenkohl mit Beurre blanc zeigt er seine ganze Stärke – Struktur, die Saucen trägt, und Frische, die Fett ausbalanciert.