Ein trockener, reinsortiger Sangiovese aus der Toskana – zugänglicher und früher trinkreif als ein Brunello, aber mit derselben Herkunftspräzision aus Montalcino.
Leuchtendes Rubinrot mit jugendlichen, violetten Reflexen.
Aroma
Reife Kirsche und rote Beeren, dazu feine Noten von mediterranen Kräutern und einem Hauch Leder.
Geschmack
Trocken und saftig mit lebendiger Säure, feingliedrigem Tannin und einem frischen, fruchtbetonten Abgang.
Charakter
Ein eigenständiger, unkomplizierter Wein mit toskanischer Herkunftstreue – zugänglich im Stil, aber mit echter Sangiovese-Tiefe und Trinkfluss.
Dazu
Pasta mit Wildragout, gegrilltes Lammfleisch oder gereifter Pecorino.
Besonderheiten
Col d'Orcia war maßgeblich an der Etablierung des Rosso di Montalcino als eigenständige DOC beteiligt. Das Weingut ist seit 2010 das größte zertifiziert biologische Weingut der Toskana.
Verkostungsnotiz
Charakter
Ein Rosso di Montalcino von ungewöhnlicher Ernsthaftigkeit: Col d’Orcia versteht ihn nicht als kleinen Bruder des Brunello, sondern als eigenständige Interpretation des Terroirs. Die halbe Flasche konzentriert das, was den Jahrgang 2023 auszeichnet – Frische, Präzision und eine zugängliche Frucht, die dennoch die Tiefe des Sangiovese erkennen lässt. Kirsche, ein Hauch von mediterranen Kräutern, dazu jene feste Tanninlinie, die Montalcino-Weine tragen können, ohne schwer zu wirken.
Terroir & Herkunft
Die Reben stehen im Val d’Orcia, jener zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Kulturlandschaft südwestlich von Montalcino. Col d’Orcia – der Hügel über dem Fluss Orcia – umfasst 142 Hektar Weinberge, davon 108 Hektar Brunello-Lagen. Seit 2010 arbeitet das Gut als größtes zertifiziert biologisches Weingut der Toskana; Schafe und Ziegen weiden zwischen den Zeilen, Kompost aus eigenem Kreislauf nährt die Böden. Die Lage Poggio al Vento, der windige Hügel, prägt das Mikroklima des Guts.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Sangiovese, die Rebsorte, die hier ihre strengste und zugleich eleganteste Form findet. Col d’Orcia war maßgeblich daran beteiligt, den Rosso di Montalcino als eigenständige DOC zu etablieren – früher trinkbar als der Brunello, aber mit derselben Herkunftspräzision. Der Ausbau folgt der Tradition des Hauses: große slawonische Eichenfässer, keine modischen Barriques. Das Ergebnis ist ein Wein, der die Frucht bewahrt und dennoch jene feste Gerbstoffarchitektur zeigt, die Sangiovese aus Montalcino auszeichnet.
Speiseempfehlungen
Die kompakte Flaschengröße macht ihn zum Wein für den spontanen Genuss zu zweit. Er passt zu Pappardelle mit Wildschweinragout, zu Bistecca alla Fiorentina in bescheidenerer Portion oder zu Pecorino di Pienza mit etwas Reife. Auch eine einfache Tomatenbruschetta mit gutem Olivenöl aus den eigenen Hainen des Guts wäre ein stimmiger Begleiter. Die Säure und die festen Tannine vertragen Fett und Umami, die Frucht hält dagegen.