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Château de Pibarnon

Éric de Saint Victor im Keller von Château de Pibarnon

Von dieser Terrasse blickt man über ein Amphitheater aus Reben bis zum Mittelmeer – der höchste Punkt in Bandol. Château de Pibarnon ist kein Weingut, das man vergisst.

Éric de Saint Victor führt das Gut seit 2000. Seine Mourvèdre: samtig, komplex, lagerfähig. Die Böden aus blauem Trias-Mergel erinnern geologisch an Pétrus. Seit 2019 bio-zertifiziert.




Mehr über Château de Pibarnon

Ein Amphitheater für die Mourvèdre

Die Restanques – jahrhundertealte, von Hand aufgeschichtete Steinterrassen – formen das Herz von Pibarnon. Wie die Ränge eines griechischen Theaters steigen sie den Hang hinauf, jede Stufe ein eigenes Mikroklima. Was 1977 noch 16 Hektar waren, umfasst heute rund 50 Hektar, alle auf einzigartigem Triasgestein mit blauem Mergel und urzeitlichen Fossilien.

Als Catherine und Henri de Saint Victor das Gut kauften, war Bandol kaum bekannt. Was sie fanden: einen Wein aus den 1970ern, der sie an große Barolos erinnerte. Sie bauten das Château zu einer provenzalischen Bastide um und legten einen Gravitationskeller an, der seiner Zeit voraus war.

Die Restanques-Terrassen von Château de Pibarnon in Bandol

Die Mourvèdre und ihr Meister

Éric de Saint Victor wuchs zwischen den Fässern auf. 1989 stieg er offiziell ein, 2000 übernahm er die Leitung. Seine Philosophie: hédonistische, sinnliche Weine ohne Protzerei. Die Mourvèdre zeigt sich hier von ihrer charmanten Seite – samtig statt aggressiv, komplex statt laut.

Fünf Goldmedaillen in Folge beim Concours Général Agricole in Paris (1980-1985), eine Platzierung unter den 150 besten Weinen der Welt bei Slow Food, 95 Punkte vom Wine Spectator für den 2005er – die Auszeichnungen sprechen für sich. Kellermeisterin Marie Laroze, seit 2008 dabei, bringt burgundische Präzision in die 220 Einzelparzellen.

Vom Rosé bis zum 25-jährigen Marc

Der Bandol Rosé von Pibarnon ist kein Terrassen-Quickie: vollmundig, mit der Lakritznote der Mourvèdre, gemacht für die Reife. Die Cuvée Nuances geht noch weiter – reiner Mourvèdre-Rosé, gereift in Eiche und Sandstein.

Weinberg von Château de Pibarnon mit Blick aufs Mittelmeer

Der Bandol Rouge braucht Zeit – zehn Jahre, manchmal mehr. Wer nicht warten kann, greift zu den Restanques de Pibarnon: 70% Mourvèdre, 30% Grenache, trinkbereit und doch lagerfähig.

Provence-Kontraste: Kalk gegen Sand

Während Pibarnon auf seinem blauen Mergel thront, arbeitet Alône im Naturpark Sainte-Baume auf reinem Sand. Der Vergleich lohnt sich: Pibarnons Rosés zeigen Struktur und Tiefe, Alônes Version ist salziger, leichter, geprägt vom Sandboden. Zwei Seiten der provenzalischen Medaille.

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