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Alône

Eine ehemalige Sandgrube im Naturpark Sainte-Baume – wer würde hier Weinbau vermuten? Domaine Alône hat genau diesen ungewöhnlichen Ort gewählt: sandige Böden mit perfekter Drainage, auf 420 bis 470 Metern Höhe.
Christian Ott und Pascale Jourdan entdeckten das Gelände 2019. Die extremen Tag-Nacht-Schwankungen schenken den Trauben Zeit – Grenache, Cinsault und Syrah reifen hier langsam und bewahren ihre Frische. Im Keller: indigene Hefen, Mondkalender, Keramikkugeln aus Limoges.
Mehr über Alône
Sand statt Schiefer: Ein Terroir wie kein zweites
Wo früher Bagger gruben, stehen heute Rebstöcke. Die ehemalige Sandgrube im Herzen des Naturparks Sainte-Baume bietet Bedingungen, die anderswo undenkbar wären: tiefgründiger Sand, der Wasser blitzschnell ableitet und die Wurzeln zwingt, tief zu graben. Ringsum schützen bewaldete Hügel vor kalten Winden.

Die Höhenlage zwischen 420 und 470 Metern sorgt für große thermische Amplitude. Während die Trauben tagsüber Zucker aufbauen, bewahren die kühlen Nächte die Säure. Das Ergebnis sind Weine von bemerkenswerter Spannung – frisch, aber nicht unreif.
Zwei Querdenker und ihre Keramikkugeln
Christian Ott bringt über ein Vierteljahrhundert Weinbauerfahrung mit. Pascale Jourdan stammt aus einer Familie, die seit Generationen mit Wein verbunden ist – ihr Ururgroßvater stellte Korken her. Gemeinsam teilen sie eine Überzeugung: Der Wein entsteht im Weinberg, der Keller soll ihn nur begleiten.

Statt auf Holz setzen sie auf Keramikkugeln aus Limoges – eiförmige Gefäße, die wie Amphoren funktionieren, aber moderner isolieren. Die Weine atmen, oxidieren minimal und behalten ihre Frucht.
Rosé mit Substanz
Die Rosés von Alône sind keine Terrassenweine für den schnellen Schluck. Der Rosé „SABLE“ trägt den Namen des Terroirs und zeigt, was Sand kann: mineralische Salzigkeit, Wildkräuter, ein Hauch Bergthymian. Der Rosé „ATMO“ fängt die Atmosphäre des Ortes ein – Walderdbeeren, Zitrusschale, ein Finish, das an nassen Stein erinnert.
Im Vergleich zu den kräftigen Bandol-Rosés von Château de Pibarnon auf Kalkstein zeigen die Alône-Weine eine andere Seite der Provence: leichter, salziger, geprägt vom Sand. Für besondere Anlässe gibt es den Rosé in der Magnumflasche.



