Ein tiefgründiger, vielschichtiger Nebbiolo aus der kühl nordexponierten Starderi-Lage – ein Wein, der Kraft und florale Eleganz mit vibrierender Säure zu eindrucksvoller innerer Spannung verbindet.
Abfüller: Azienda Agricola Olek Bondonio I Via Riccardo Terzolo 14, 12050 Barbaresco / Italy
Im Glas
Farbe
Leuchtendes Sauerkirschrot mit feinen rostfarbenen Anklängen und transparent auslaufendem Rand.
Aroma
Sauerkirsche, Hagebutte, Maulbeere und reife Feige, dazu Kaffee, Lakritz und Bitterschokolade; darüber schweben Rose, Hibiskus, Veilchen und eine dezente Lavendelhonig-Note.
Geschmack
Geradlinig und tiefgründig mit geschmolzenem, sich langsam aufbauendem Tannin; dunkle Frucht, schwarzer Pfeffer, Wacholder und Röstaromen, im langen Nachhall frische Kräuter von Rosmarin und Thymian.
Charakter
Ein Barbaresco von großer Finesse – konzentriert, aber stets beweglich und frisch, mit Reifepotenzial für viele Jahre.
Dazu
Geschmorte Rinderbacken in Rotwein, Trüffel-Risotto oder gereifter Hartkäse wie Parmigiano Reggiano.
Besonderheiten
Stammt aus einer der renommiertesten Cru-Lagen Barbarescos, vinifiziert von einem Winzer mit bio-zertifiziertem, biodynamisch geprägtem Weinbau; die fast rätselhafte Lavendelhonig-Aromatik zieht sich wie ein roter Faden durch Nase und Gaumen.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Leuchtendes Sauerkirschrot mit zarten rostfarbenen Anklängen; der transparente, elegant auslaufende Rand verrät die Noblesse des Nebbiolo schon im Glas.
Nase
Ein Changieren zwischen Kraft und Duftigkeit: Hagebutte, Holunderbeere, Maulbeere und saftige Sauerkirsche, dazu eine reife Feigennote. Darüber liegt eine vielschichtige Würze aus frisch gemahlenen Kaffeebohnen, Lakritz und Bitterschokolade – eher geriebene Kakaobohne als Opulenz. Florale Komponenten von Rose, Hibiskus und violetten Blüten verleihen schwebende Eleganz, kalkige, erdige Nuancen geben Herkunft. Mit Luft gesellt sich ein dezenter Hauch von Lavendel und Lavendelhonig hinzu – geheimnisvoll, nie aufdringlich.
Gaumen
Geradlinig, tiefgründig, von beeindruckender innerer Spannung. Das Tannin zeigt sich zunächst erstaunlich geschmolzen, baut sich dann jedoch langsam auf und wird zum tragenden Rückgrat. Dunkler als in der Nase: Veilchen, reife Feige und Sauerkirsche, umrahmt von schwarzem Pfeffer, Wacholder und feinen Röstaromen. Die Frucht wirkt gebündelt, fast wie durch einen schmalen Lichtstrahl fokussiert – nichts Breites, nichts Ausschweifendes.
Abgang
Öffnet sich erneut mit überraschend ätherischer Frische: Rosmarin, Thymian und feine Kräuternoten sorgen für Leichtigkeit und Länge. Die Lavendelhonig-Spur zieht sich wie ein roter Faden durch den langen Nachhall.
Terroir & Herkunft
Starderi zählt zu den gefragtesten Lagen des Barbaresco; die etwas kühlere, nordexponierte Exposition übersetzt sich in vibrierende Säure und florale Eleganz. Olek Bondonios Cascina La Berchialla thront unweit davon am legendären Roncagliette Cru – Tür an Tür mit Angelo Gaja. Seine sieben Hektar verteilen sich auf Barbarescos Crème de la Crème.
Rebsorte & Vinifikation
Reiner Nebbiolo, trocken ausgebaut, mit 13,5 % Vol. Das Weingut ist seit 2018 bio-zertifiziert, der Alltag in den Weinbergen folgt biodynamischen Prinzipien – still praktiziert, ohne Marketing-Spektakel.
Speiseempfehlungen
Ein Wein für geschmorte Kalbshaxe, Tagliatelle mit Trüffel oder reifen Parmigiano Reggiano; auch zu Wildpilz-Risotto eine aufregende Kombination.
Besonderheiten
Der ehemalige Profi-Snowboarder Bondonio vinifiziert auf einem 200 Jahre alten Familienhof – sein Ur-Ur-Ur-Großvater gehörte 1894 zu den Mitgründern der Produttori del Barbaresco. Kein Tasting Room, keine Website: Die Weine sprechen selbst. Dieser Starderi besticht weniger durch Kraft als durch Finesse – ein Barbaresco mit Jahrzehnten Potenzial, aus einer Generation, die das Piemont gerade neu definiert.