Verkostungsnotiz
- Farbe & Aussehen
- Ein deutlich getrübtes Goldgelb im Glas, das bereits optisch seine naturnahe Stilistik ankündigt.
- Nase
- Der Wein zeigt sich anfangs wild und reduktiv – ein kurzer Aufenthalt in der Karaffe tut ihm gut. Es offenbart sich eine vielschichtige Aromatik von wilden Kräutern wie Salbei, Minze und Rosmarin, unterlegt von saftiger Holzbirne, Quitte und herber Grapefruit. Ätherische Anklänge von Eisenkraut und Lindenblüte verbinden sich mit jugendlichen Hefenoten zu einem meisterhaften, vielschichtigen Entree.
- Gaumen
- Am Gaumen präsentiert sich eine Frischeexplosion: Noten von knackigem Pfirsich und Salz-Zitrone treffen auf eine markante vulkanische Mineralität. Bei schlanken 11,5 % Vol. Alkohol sorgt das Spiel aus straffer Säure und subtiler Textur für einen mitreißenden Trinkfluss.
- Terroir & Herkunft
- Die Trauben stammen vom majestätischen vulkanischen Szent György-hegy am Nordufer des ungarischen Balaton. István Bencze bewirtschaftet das Weingut seit 2011 nach strengen biodynamischen Prinzipien. Der Rebstock wurzelt hier tief in massiven Basaltböden, die von Lehm und eisenreicher Braunerde durchzogen sind.
- Rebsorte & Vinifikation
- Diese Cuvée vereint die heimischen Rebsorten Furmint, Hárslevelű und das seltene Kéknyelű. Um den idealen Reifegrad einzufangen, werden die Trauben in mehreren Durchgängen von Hand gelesen. Nach einer kurzen Phase mit Schalenkontakt vergärt der Wein schonend und reift unfiltriert sowie ohne önologische Hilfsmittel in der Amphore.
- Speiseempfehlungen
- Hervorragend zu gebratenem Saibling mit Kräuterbutter, geflämmter Makrele, Gerichten mit Wiesenkräutern oder geröstetem Blumenkohl mit Zitronen-Tahini.
- Besonderheiten
- Eine faszinierende Interpretation des ungarischen Naturweins: Die seltene Cuvée traditioneller Sorten reift im Tongefäß und vereint die biodynamische Dynamik des Szent György-hegy mit ungestümer Vulkanmineralität.

