Ein filigraner Spätburgunder aus dem Ahrtal, der mit nur 11,5% Vol. beweist, dass Leichtigkeit und Tiefe kein Widerspruch sind. Ein Wein von burgundischer Finesse, geprägt von kühler Mineralität und klarer Frucht.
Süß- und Sauerkirsche, Himbeere und Cassis, dazu ein Hauch Brioche, Kräuter und Unterholz mit feiner, bereits gut integrierter Reduktionsnote.
Geschmack
Saftig und trinkfreudig mit lebendiger Säure, feinkörnigem Tannin und rundem Mundgefühl; angenehme Fülle trifft auf mineralische Kühle und Frische.
Charakter
Klar, geradlinig und ausgewogen – ein leichtfüßiger Pinot Noir zwischen Frucht, Wald und Land, der Eleganz über Kraft stellt.
Dazu
Entenbrust mit Kirschen, Pilzrisotto oder gereifter Weichkäse.
Besonderheiten
Vom Südhängen oberhalb der Ahrweiler Altstadt auf Grauwacke und Lösslehm; spontan vergoren, in gebrauchten Holzfässern ausgebaut und über zwei Winter gereift – Handwerk ohne Chaptalisation, mit nur minimaler Schwefelzugabe.
Verkostungsnotiz
Farbe & Aussehen
Transparentes Rubinrot mit klarer, leuchtender Kante — ein Wein, der schon im Glas zeigt, dass er von kühlen Nächten und früher Lese profitiert hat.
Nase
Die für Bertram-Baltes typische Reduktion ist weitgehend integriert, doch liegt noch ein Hauch gunpowder über dem Wein. Darunter: Süß- und Sauerkirsche, Himbeere und Cassis, dazu ein wenig Brioche, Kräuter und Unterholz.
Gaumen
Saftig und trinkfreudig mit lebendiger Säure und feinkörnigem Tannin. Klar und präzise, vom Mundgefühl her rund, mit angenehmer Fülle und gleichzeitiger mineralischer Kühle und Frische. Ein ausgewogener Wein zwischen Noten von Frucht, Wald und Land.
Abgang
Kühle, mineralisch geprägte Länge mit feiner Würze — ein Abgang, der die Eleganz des Weinguts unterstreicht.
Terroir & Herkunft
Der Rosenthal liegt oberhalb der Altstadt von Ahrweiler auf Trockenmauern, ausgerichtet nach Süden auf 120 bis 220 Metern Höhe. Die Böden sind geprägt von Grauwacke und sandigem Lösslehm mit Quarzit-Einschlüssen — ein Terroir, das dem Spätburgunder Struktur und eigenständige Würze verleiht.
Rebsorte & Vinifikation
Spätburgunder aus biologisch und biodynamisch bearbeiteten Lagen. Das Lesegut wird penibel ausgelesen, die Trauben spontan in offenen Edelstahlfermentern vergoren und der Wein in gebrauchten Stück- und Halbstückfässern ausgebaut. Chaptalisiert wird nicht, die Weine werden betont reduktiv ausgebaut. Die einzige Zugabe sind minimale Schwefelmengen vor der Füllung. Der Spätburgunder bleibt dabei über zwei Winter im Fass.
Speiseempfehlungen
Ein Wein, der zu gebratener Ente mit Kirschen ebenso passt wie zu Wildpilzen auf geröstetem Brot oder einem einfachen Rehrücken mit Wacholder. Auch zu gegrilltem Lachs oder geräucherter Forelle eine feine Wahl.
Besonderheiten
Was diesen Wein besonders macht, ist die Kombination aus leichtfüßiger Eleganz und burgundischer Tiefe bei nur 11,5 Prozent Alkohol. Bertram-Baltes beweist hier, dass Spätburgunder nicht schwer sein muss, um ernst genommen zu werden — ein Wein, der die Handschrift des Weinguts trägt: Präzision, Herkunft und Handwerk ohne Kompromisse.